stefan fössel Für viele Zeitgenossen sind vom Weihnachtsfest nur noch die Erinnerungen an besinnliche Tage und ein paar zusätzliche Feststagspfunde geblieben. Doch in den Bamberger Straßen ging es gestern teilweise noch weihnachtlich zu. Christbäume türmten sich an einigen Ecken, worauf uns auch Leser hingewiesen haben. Dabei ist der Heilige Abend ja noch keinen Monat her. Und viele Bäumchen sahen noch zu gut aus für den Häcksler.

Wann der Christbaum aus der guten Stube verschwindet, hängt ohnehin von verschiedenen Faktoren ab. Die besonders stark nadelnden Vertreter haben vielleicht schon nicht mehr den 6. Januar, den Tag der Erscheinung des Herrn, erlebt. An dem ist in der evangelischen Kirche die Weihnachtszeit zu Ende. Bei den Katholiken ist es seit der Liturgiereform eine Woche später soweit, mit dem Fest der Taufe des Herrn. Wer nun glaubte, der Bamberger Abholtermin orientiere sich in diesem Jahr am altkatholischem Ritus (hier endet die Weihnachtszeit am 2. Februar mit Mariä Lichtmess, auch in vielen anderen Kirchen stehen die Bäume bis zu diesem Fest), wurde zumindest in Teilen der Innenstadt eines Besseren belehrt: Dutzende Christbäume wanderten noch am Mittwochnachmittag von Bambergs Straßen in den Bauch eines Entsorgungsfahrzeugs - und ließen nur eine Handvoll Nadeln zurück.