Wenn bei den Postlers in Weilersbach eine Feier ansteht, ist die Familie schnell beisammen. Denn die wohnt in unmittelbarer Nähe - und so feierten kürzlich alle gemeinsam den 85. Geburtstag ihres Vaters, Groß- und Urgroßvaters Georg Postler: die beiden Töchter Maria und Manuela, die zwei Enkel Patrick und Marco sowie die Ur-Enkelinnen Jana und Julia. Schon am frühen Morgen ließen sie den Jubilar mit "Happy Birthday" hochleben. Jana und Julia überraschten ihren "Uri-Opa" mit einer selbst gebackenen Herz-Torte. "Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk" sagte der "Postlers Görg" gut gelaunt, der auch Besuch von Pfarrer Oliver Schütz und Vizebürgermeister Roland Dauer bekam. Die beiden gratulierten namens der Pfarrei St. Anna und der politischen Gemeinde. Weil nun Enkel Marco Weilersbachs Rathauschef ist, waren im Hause Postler zum Festtag gleich zwei Bürgermeister anwesend. Glückwünsche übermittelten ebenfalls der Gartenbauverein, der Verein Zufriedenheit sowie der Sparverein. Eine besondere Freude bereiteten dem Jubilar die Wünsche seines ehemaligen Arbeitgebers - der Folienfabrik Forchheim - sowie die der Volksbank Forchheim. Geboren 1935 in Kirchehrenbach wuchs Georg Postler mit neun Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach seinem Schulbesuch hätte er gerne alsbald einen Beruf erlernt. Doch es gab nach dem Krieg keine Lehrstellen. So half er, bis er 20 Jahre alt war, im heimischen Betrieb seiner Eltern mit, bevor er eine Berufsausbildung zum Installateur abschloss und so das Rüstzeug für ein arbeitsreiches Leben bekam.

Sein privates Glück fand er 1963, als er seine Gunda heiratete und Weilersbach seine Heimat wurde. Die Postlers bekamen zwei Töchter. Mit seiner Gunda bewirtschaftete er fortan im Nebenerwerb ein landwirtschaftliches Anwesen. Beruflich war er bis zu seiner Pensionierung 33 Jahre in der Folienfabrik in Forchheim tätig. Doch im Ruhestand Stillstand und die Hände in den Schoß legen, war für den "Görg" nichts. "Denn auf dem Anwesen mit dem großen Garten und die Familie ringsherum, da gibt es immer was zu tun", erzählte er.

Schöne Reisen

Aber auch von so manchen schönen Fahrten mit seiner Gunda mit der Weilersbacher Reisegruppe in die Bergwelt oder von den gemeinsamen Reisen nach Rom oder Lourdes. Was der rüstige Jubilar jedoch nicht versäumt, sind sein regelmäßiger Kirchgang, die tägliche Lektüre der Zeitung oder so manche Lieblingsserie im Fernsehen - die Fußball-Begeisterung mit eingeschlossen. Auf die Frage, was ihm denn im Leben immer am meisten bedeutete habe? "Meine Frau Gunda, die Familie, meine Arbeit und mein Glaube", antwortete ein rundum zufrieden wirkender Georg Postler.