"Ja, mit Gottes Hilfe", antwortete der neue Pfarrer. Die Gemeinde antwortete auf die Frage von Dekan Hans-Martin Lechner mit den gleichen Worten und machte damit deutlich, dass sie ihren Pfarrer aus ganzem Herzen auf- und annehmen will. Bernd Wagner, mit Wirkung vom 1. September Pfarrer von Aschbach/Hohn am Berg, wurde im Beisein von Amtbrüdern und -schwestern sowie zahlreichen Ehrengästen in sein Amt eingeführt.

In ökumenischer Verbundenheit mit den katholischen Nachbarpfarreien, vertreten durch Pfarrer Albert Müller (Burgwindheim) und Pfarrer Wolfgang Dettenthaler aus Schlüsselfeld, wurde in der TSV-Halle Gottesdienst gefeiert. Die Pfarrkirche Sankt Laurentius hätte die Besucher unter Corona-Bedingungen nicht aufnehmen können. Auch die Segnung und Handauflegung konnte coronabedingt nur mit entsprechendem Abstand vorgenommen werden. Pfarrerin Angelika Steinbauer (Pommersfelden/Steppach) verlas die von Landesbischof Bedford-Strohm unterzeichnete Urkunde, mit der Pfarrer Wagner mit der Pfarrstelle beauftragt und verpflichtet wird, das Hirtenamt gewissenhaft zu führen.

Sorge und Unsicherheit in einer schwierigen Zeit waren das Thema des Gottesdienstes. In seiner Ansprache zeigte sich der Bamberger Dekan Hans-Martin Lechner dennoch voller Zuversicht. "Geht gemeinsam in die Zukunft und werft eure Sorge alle Tage vor Gott hin", rief der Geistliche der Gemeinde zu. In Aschbach habe man sich die sorgenvolle Frage gestellt, ob denn wieder ein Pfarrer komme. "Der Boden ist bereitet", so Lechner. Gott sorge für Aschbach und Hohn, indem er einen Pfarrer schicke, "der hierher passt". Pfarrer Wagner gehe mit Freude ans Werk. Sein Herz schlage für die Diakonie, für die Ökumene, für die Menschen. Seine Familie - Ehefrau Andrea und die Söhne Tom, Ben und Leo - sei im Ort bereits "gut vernetzt". Alles sei stimmig.

"Erfüllt von Dankbarkeit" blickte der Dekan auf die Zeit der Vakanz zurück. "Es ist hier Großartiges geschehen - vor allem auch bei der Renovierung des Pfarrhauses." Seine begeisterten Worte verband Dekan Lechner mit dem Dank an alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in dieser Zeit engagiert "und selbst unter Coronabedingungen die Gemeinde lebendig gehalten haben". Dank sagte er auch Pfarrer Ulrich Rauh aus Walsdorf, der während der pfarrerlosen Zeit die Vertretung übernommen hatte.

Anleitung gegen Sorgen

Pfarrer Bernd Wagner nahm in seiner Predigt den Faden auf, den der Dekan geknüpft hatte. Sorgen seien etwas für Menschen, die Gott nicht kennen, so Wagner. Christen, die an die Liebe Gottes glauben, dürften sich eigentlich keine Sorgen machen. Eine "praktische Anleitung", wie man Sorgen bekämpfen könne, entnahm er einem bekannten Kinderbuch.

Die musikalische Gestaltung der Feier in der TSV-Halle übernahmen von außerhalb des Gebäudes der Posaunenchor (Leitung Gerhard Ritzel) und der Kirchenchor (Leitung Ute Oppelt). Den Gemeindegesang begleitete Werner Jäger an der Orgel.