Es sind weder Hügelgräber noch achtlos entsorgte Muttererde: Die Erdanhäufungen nahe der Mainfeldhalle in Michelau. Stattdessen zeugen sie von einem großen Baufortschritt des neuen Bike-Parks, der auf dem Gelände der alten BMX-Bahn entsteht. Pünktlich zum 1. Oktober hat der gesamte Bautrupp der Gemeinde Michelau gemeinsam mit vielen Jugendlichen in über 300 Arbeitsstunden zunächst Bäume, Sträucher und jede Menge Pflanzen auf dem zunächst 2100 Quadratmeter großen Areal entfernt.

"Drei Tage lang waren wir voll im Einsatz. Am Ende konnten wir uns noch einmal ein vollständiges Bild der Lage machen", verrät Steffen Schmitt, der Initiator des Projekts. Dadurch können nun insgesamt 3000 Quadratmeter Fläche für den neuen Bike-Park genutzt werden, der sowohl Sprünge für Anfänger und Fortgeschrittene, aber auch für Profis ermöglichen soll.

Rund 90 Prozent der vorherigen Planungen können nun umgesetzt werden. Lediglich der Kinderbereich wird etwas verkleinert und noch stärker von den anderen Arealen abgegrenzt werden - aus Sicherheitsaspekten.

Neuerde aus und für die Gemeinde

Gerade werden die letzten Fuhren der über 800 Tonnen Neuerde angeliefert. Diese stammt aus dem gemeindeeigenen Depot, für den Transport musste aus logistischen Gründen aber die Firma Gutgesell-Transporte beauftragt werden. Nun müssen die Erdhügel in Form gebracht werden.

Die steigenden Covid-19-Infektionszahlen in Stadt und Landkreis Lichtenfels können dem Baufortschritt des Projekts wohl wenig anhaben, ist sich der Erste Bürgermeister der Gemeinde Michelau, Dirk Rosenbauer, sicher. Die Tätigkeiten der Kommune werden in den nächsten Tagen voraussichtlich fertiggestellt werden und die Arbeiter könnten die derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa den Mindestabstand, gut einhalten.

Mit Schaufel und Schubkarre

Doch damit ist es noch nicht getan: "Den Feinschliff machen die Jugendlichen dann mit Schaufel und Schubkarre selbst", sagt Steffen Schmitt lachend. Im Frühjahr wollen er und die rund 15 bis 20 Jugendlichen, die jeden Samstag aus Michelau, den umliegenden Dörfern aber auch aus Burgkunstadt und Lichtenfels kommen, fertig sein und mit ihren Bikes das neue Gelände einweihen. "Aber das Projekt braucht die Wintermonate, um sich zu legen", weiß sein Initiator.

Das Warten lohnt sich: Die neue Bike-Anlage wird für verschiedene Altersstufen, aber auch für verschiedene Schwierigkeitsgrade geeignet sein und den Sportlern kostenfrei zur Verfügung stehen. ct