Karl-Heinz Hofmann Schon lange hat man beim Theaterverein Glosberg geplant, die Probenarbeiten haben bereits begonnen. Doch nun stehen die für Oktober geplanten Aufführungen des Stücks "Die wilde Kathy" - ein Schwank in drei Akten von Willy Stock, wegen der Corona Pandemie in Frage.

"Wir wollten eigentlich schon im Herbst 2019 spielen und hatten eine längere Probenzeit absolviert. Die Aufführungen mussten damals allerdings aus verschiedenen Gründen verschoben werden. Dann kam im März dieses Jahres Corona", erzählt der Vorsitzende Clemens Spindler und seufzt.

Geht es im August weiter?

Anfang des Jahres habe man das Pfarrheim für Aufführungen am 2., 3. und 4. Oktober sowie am 10. und 11. Oktober reservieren lassen. Der Erlös der ersten Aufführung soll komplett zugunsten der Aktion "1000 Herzen für Kronach" gehen, wie mit Gerhard Burkert-Mazur abgesprochen. Jetzt hofft man, die Proben im August wieder aufnehmen zu können.

Doch davor setzt der Vorsitzende ein großes Aber: "Falls ab 1. September wieder Großveranstaltungen stattfinden können, wäre das natürlich Wasser auf unsere Mühle und wir würden umso lieber und eifriger proben. Sollten allerdings Einschränkungen wie derzeit noch gelten - Mundschutz, Mindestabstand 1,5 Meter et cetera - dann wird die Saison 2020 ersatzlos storniert. Aus unserer Sicht hat es keinen Sinn, vor einem Publikum von maximal 40 vermummten Besuchern zu spielen", sagt Spindler. Das würde natürlich die gesamte Theatergruppe sehr bedauern.

Dies bedeute schließlich, dass man die aktuelle Entwicklung aufmerksam beobachten und ad hoc entscheiden werde, wann und wie intensiv in die Probenarbeit eingestiegen wird. "Theater braucht eben eine gewisse Vorlaufzeit für Proben und organisatorische Vorarbeiten. Wir können nicht im September kurzfristig entscheiden zu spielen", erklärt Spindler.

Der Theaterverein Glosberg bedauert ausdrücklich auch andere Theaterausfälle wie beispielsweise in Höfles, Neuses, Stockheim und andere, die ebenfalls monatelange Vorbereitungen getroffen haben. Darunter leiden aber nicht nur die Laienschauspieler, die sich mit Leidenschaft dieser Volkskultur hingeben, sondern natürlich fehlt auch den Zuschauern und Fans diese wohltuende Heiterkeit eines schönen Theaterabends.

Jetzt gilt es nur noch hoffen, dass das eine oder andere Stück vielleicht doch noch zur Aufführung in diesem Jahr kommen kann.

Wahlen beim Theaterverein

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung noch vor der Corona-Krise wurde Clemens Spindler als Erster Vorsitzender des Theatervereins Glosberg bestätigt. Des Weiteren wurden gewählt: Zweite Vorsitzende Rosi Wahl, Schatzmeister Johannes Loika, Schriftführer Roland Wahl. Beisitzer: Heidi Förtsch, Christine Brückner, Karin Spindler, Anna-Lena Welscher, Susanne Welscher. Mit der Kassenprüfung wurden beauftragt: Anne Lang und Josefine Krappmann. eh