Die Natur sowie Verbesserungen für die Gemeinde standen in der Gemeinderatssitzung im Mittelpunkt.

Im Bürgerhaus informierte Bürgermeister Jürgen Gäbelein, dass die Regierung von Oberfranken nunmehr für die Erweiterung der Kindertagesstätte Grünschnabel einen Zuschuss von 92 000 Euro (85 000 Euro waren zunächst in Aussicht gestellt) bewilligt. Davon können heuer bereits 88 000 Euro abgerufen werden. Von den Gesamtkosten in Höhe von 299 000 Euro wurden jetzt 254 700 Euro als förderfähig anerkannt. Der Gemeinde kam unter anderem zugute, dass der Kostenrichtwert in der Förderrichtlinie rückwirkend zum Beginn des Jahres erhöht wurde.

Die Bodenplatte inklusive der Grundleitungen ist fertig, die Holzständerkonstruktion in der Fertigung. Ab Mitte Juli soll der Aufbau der Ständerwände und der Dachkonstruktion beginnen.

Tröge für neue Bäume

Zur Sanierung des Gehweges Dorfstraße in Unterlangenstadt teilte der Bürgermeister den Sachstand mit. Nachdem die Bäume entfernt wurden, muss der durch deren Wurzelausläufer beschädigte Gehweg und die Parkflächen im Bereich der Dorfstraße 1 bis 25 auf einer Länge von 230 Meter partiell saniert werden. Auch sollen im Zuge der Baumaßnahme Tröge für neue Bäume installiert und die vorhandenen 14 Baumstümpfe entfernt werden. Bei den Wassereinläufen sei noch nicht ersichtlich, ob Sanierungen vorgenommen werden müssen. Dies wisse man erst, wenn man aufgegraben habe. Geplant sei zudem, die Einfahrten zu den Grundstücken anzupassen. Der Gehweg wird in den Sanierungsbereichen neu asphaltiert, die Rasengittersteine der Parkplätze werden angeglichen.

Egon Neder sah die Gemeinde in der Pflicht, wieder alle Bäume zu pflanzen, da diese in Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges gepflanzt worden waren. Da aber dafür kaum ausreichend Platz zur Verfügung steht und auch Anwohner einen neuen Baum nicht direkt vor ihrem Haus haben möchten, werde ein Ortstermin mit den örtlichen Gemeinderäten und örtlichen Vereinsvertretern stattfinden.

46 Obstbäume werden gepflanzt

Für den Geh- und Radweg Trainau-Unterlangenstadt stellte Bürgermeister Gäbelein die anstehenden landschaftspflegerischen Maßnahmen vor. Diese hatte die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Lichtenfels entsprechend der Naturschutzgesetze verlangt. Das Büro Landschaftsplanung Kraus, Bamberg, hatte den Bestand untersucht und bewertet und auf dieser Grundlage einen landschaftspflegerischen Begleitplan zur Kompensation der Eingriffsmaßnahme erstellt, der die Billigung der Unteren Naturschutzbehörde gefunden hat. Demnach sind die Pflanzung von 46 Obstbäumen und Hecken und Ansaaten auf 1500 Quadratmetern entlang der Strecke vorgesehen. Diese reichen allerdings noch nicht aus, um die bei der Baumaßnahme versiegelte Fläche auszugleichen, so dass an anderer Stelle noch weitere Ausgleichsmaßnahmen ergriffen werden. Mit der Ausschreibung der Arbeiten wurde die Garten- und Landschaftsarchitektin Susanne Augsten, Naila, beauftragt.

Wer sich um die gemeindlichen Obstbäume kümmere, fragte Lukas Busch. "Die Bäume gehören der Gesamtbevölkerung, Früchte können nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung geerntet werden", so Gäbelein. Thomas Pfaff sah allerdings die Gefahr, dass es zu Verwechslungen kommen könne, da Dritte nicht wissen, welche Bäume in Privatbesitz sind und welche der Gemeinde gehören. Niklas Welscher sprach für den Geh- und Radweg einen von Anwohnern gewünschten Überweg an.

Christian Zorn regte zu Beginn der neuen Amtsperiode eine Klausurtagung für den Gemeinderat an. Diese sei für Herbst angedacht, um sich gemeinsam Gedanken zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde zu machen, ergänzte Gäbelein. Das Gremium stand dem positiv gegenüber.

Jochen Körner erkundigte sich nach der Nutzung des Digitalpakts für die Schule. Die durch den Freistaat finanzierte Anschaffung von Tablet-PCs sei bereits im Laufen, so Gäbelein. Weiter erkundigte sich Körner nach dem Fortbestand des Jugendtreffs. Unabhängig von der Corona-Situation fehle noch eine Nachfolge in der Betreuung, wusste der Bürgermeister. Auch stünden Überlegungen zu räumlichen Veränderungen an und die betreute Altersgruppe müsse klar definiert sein. Doch strebe man auf jeden Fall eine Fortführung an. Auf die Anfrage Körners nach einem Ferienprogramm gaben die Jugendbeauftragten Auskunft, dass ein Programm 2021 erstellt werden werde. Für heuer würden es die Umstände noch nicht erlauben.