Im Rahmen eines deutschlandweiten Aktionstages protestierten Betriebsräte und IG Metall am Mittwoch zusammen mit rund 600 Kollegen am Standort Hirschaid gegen die ihrer Meinung nach geringe Kompromissbereitschaft des Schaeffler-Vorstands bei den Gesprächen zu den Restrukturierungsprogrammen. Sie fordern Alternativen für alle Standorte und Beschäftigten .

Der Gesamt- und Konzernbetriebsrats von Schaeffler habe mehrfach aufgezeigt, dass die Betriebsräte in Zusammenarbeit mit dem Info-Institut betriebswirtschaftlich tragfähige Alternativkonzepte erstellt hätten. Die Reaktion des Managements sei in vielen Bereichen überaus enttäuschend und die Kompromissbereitschaft sehr mangelhaft, heißt es in der Mitteilung des Betriebsrats des Hirschaider Werkes.

Markus Zirkel, Betriebsratsvorsitzender am Standort Hirschaid , fordert Solidarität ein: "Es gibt zwar für den einen oder anderen Standort ein Entgegenkommen, doch ist dies allein den betriebswirtschaftlich tragfähigen Gegenvorschlägen der Betriebsräte zu verdanken. Trotzdem rückt das Unternehmen nicht vom geplanten massiven Arbeitsplatzabbau und den Produktverlagerungen ins Ausland ab. Der Arbeitgeber stolpert in den Verhandlungen über die von ihm selbst konstruierte Komplexität der Reorganisation."

Der Gesamt- und Konzernbetriebsrat fordert laut der Pressemitteilung weiterhin mit Nachdruck das Abrücken von Standortschließungen und betriebsbedingten Kündigungen sowie die gezielte und konsequente Stärkung aller deutschen Standorte . red