Die Freunde der Schwürbitzer Herz-Jesu-Kirche werden derzeit noch auf die Folter gespannt. Die Kirchenrenovierung sollte ursprünglich bis Weihnachten abgeschlossen sein. Eine vor kurzem erfolgte Freilegung alter Malereien im Chorbogen des neugotischen Gotteshauses und die allgegenwärtige Corona-Krise verhindern jedoch eine pünktliche Fertigstellung und verzögern diese bis ins erste Quartal 2021.

Es gab schon etliche Renovierungsmaßnahmen an der altehrwürdigen, aus Sandstein erbauten Kirche. Seit ihrer Weihe im Jahr 1899 fanden in den 20er sowie den 40er Jahren und 1955/1956 Renovierungen statt. Der Kirchturm und das Hauptdach waren 1963/1964 an der Reihe und die Sandstein-Außenfassade wurde 1990 komplett überarbeitet. Seit dem 3. August 2020 wird nun die gesamte Raumschale einer großen Sanierung unterzogen, so dass das neugotische Bauwerk wieder im neuen Glanz erstrahlen wird.

Die Verantwortlichen um Pfarrer Diter Glaeser, Kirchenpfleger Stefan Fleischmann, Architekt Herbert Fleischmann, Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Horst Habermann, Pfarrsekretärin Reinhilde Schardt sowie die ausführenden Handwerksfirmen und Vertreter der Erzdiözese Bamberg, Architekt Sandro Selig wie auch die Vertreter der Außenstelle des Landesamts für Denkmalpflege vom Landratsamt Lichtenfels, Berthold Girschke, sind erfreut über die Sanierungsmaßnahmen.

Im Rahmen der Befundfreilegung im Innenraum wurde gemeinsam mit Kathrin Gentner vom Landesamt für Denkmalpflege und Kirchenmaler Michael Hofmann die Freilegung und Überarbeitung der Malereien im Chorbogen und des Deckenfrieses beschlossen - und damit Mehrkosten von rund 30 000 Euro, die die knappen Finanzen der Kirchenstiftung hart treffen. Man möchte jedoch den Innenraum aufwerten und bereichern. Technische Schwachstellen an den Motiv-Bleiverglasungen der Fenster im Chorraum und über den Seiteneingängen führen außerdem zu weiteren Mehrbelastungen.

Der Oberfrankenstiftung ist die Pfarrei gerade deshalb für eine inzwischen zugesagte Unterstützung über insgesamt 41 000 Euro sehr dankbar.

Damit die Arbeiten auf den letzten Metern nicht stehenbleiben müssen, freuen sich die Verantwortlichen über weitere Spenden.