60 000 Push-ups und für jeden Liegestütz einen Cent aus der eigenen Tasche für eine Organisation vor Ort zu spenden war das Ziel, das sich Jörg Schenk aus Dormitz bis Silvester 2019 gesetzt hatte. Noch vor diesem Termin hat er seine Push-ups geschafft und weit mehr als seine 600 Euro für die Elterninitiative krebskranker Kinder in Erlangen gesammelt. "Das restliche Geld ist aus Spenden für diese Aktion gekommen", freut sich Jörg Schenk.

Schon immer sportlich recht aktiv ist der gebürtige Erlanger. 2018 hat er mit 50 000 Liegestützen einen persönlichen Rekord aufgestellt. Für Jörg Schenk ist der Sport Entspannung. Natürlich wollte er diesen Rekord brechen, aber nicht einfach so, mit Liegestütze um Liegestütze im Keller oder im Wald, sondern er wollte das mit einer guten Tat verbinden.

Einen Cent wollte er deshalb für jeden Liegestütz in ein Sparschwein werfen. Wenn das Ziel, die 60 000 Push-ups erreicht wären, könnte er 600 Euro in der Sparbüchse zählen.

Die Aktion zog Kreise

Über eine Fundraising-Organisation hat er seine Aktion gestartet, die über www.gofundme.com öffentlich gemacht wurde. Sein Ziel war, Unterstützer zu finden, Leute, die seine Idee, auf diese Art und Weise Gutes tun, befürworten und ebenfalls spenden wollten, so dass letztlich eine Summe von 2000 Euro zusammenkommen sollte. Das war Jörg Schenks Hoffnung.

Tatsächlich zog die Aktion Kreise, und dass genau die angestrebte Summe erreicht wurde, war dann selbst für ihn eine Überraschung. "Ich habe mich so sehr gefreut", beteuert Schenk. Und nicht nur er freute sich: Auch die Elterninitiative krebskranker Kinder hat sich gefreut, als er nun ein Kuvert mit dem Geld an Schriftführerin Christine Träg überreichte. Dass es dieser Verein sein sollte, war für Schenk schon zu Beginn seiner Aktion klar. Das Elend liege oft vor der Haustüre. Vor Ort zu helfen war dem gebürtigen Erlanger wichtig, und so fiel seine Wahl auf einen Verein seiner Heimatstadt. Hier weiß er: Das Geld kommt genau dort an, wo es dringend gebraucht wird, um den Eltern schwerkranker Kinder das Leben ein bisschen zu erleichtern.

Schriftführerin Christine Träg jedenfalls fand die Aktion gut. Die Idee, eine Spendenaktion mit Sport zu verbinden und damit andere Unterstützer zu finden, sei doch originell und bringe mehrere Vorteile.

Ein neues Projekt hat sich der Dormitzer bereits überlegt. Umsetzen wird er es heuer nicht. Die vielen Push-ups gingen dann doch nicht spurlos an ihm vorbei. Die Schulter ist beeinträchtigt. Erst will er diese wieder in Gang bringen, um dann im nächsten Jahr mit einer weiteren Aktion Gutes tun. map