Vor einem großen Umbruch steht die Ortsgruppe Seibelsdorf des Frankenwaldvereins. Bei der Hauptversammlung auf der Radspitzalm in Mittelberg kündigte Obmann Karl Schoger an, dass er nach 27 Jahren im Amt bei den Neuwahlen im nächsten Jahr nicht mehr kandidieren wird.
Auch bei den Küchenteams der Radspitzalm hören einige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen auf, ferner müssen diverse Fachwart-Posten neu besetzt werden. "Es stehen einige Veränderungen an, 2017 wird ein schwieriges Jahr", sagte Schoger und richtete einen Appell an alle Mitglieder, sich im Verein - sei es im Vorstand oder als Küchenhelfer - zu engagieren.


Steigla wird eingeweiht

Einiges vor hat die Ortsgruppe in diesem Jahr. Neben dem traditionellen Bergfest am 1. Mai und dem Nordic-Walking-Tag im Juni steht am Samstag, 14. Mai, noch ein besonderes Fest an. Dann wird nämlich zum Tag des Wanderns das Frankenwaldsteigla des Vereins, der "Muschelkalkweg", mit einer Feier und einer Wanderung samt kleinen Überraschungen offiziell eingeweiht.
Neben verschiedenen Radtouren, die stellvertretender Sportwart Friedrich Oertel näher vorstellte, führt die Ortsgruppe Ende September außerdem ihre schon zur Tradition gewordene Bergtour durch. Ziel sind diesmal die Berchtesgadener Alpen.
In einem kurzen Rückblick erinnerte Obmann Schoger an ein arbeitsreiches vergangenes Jahr, in dem die Ortsgruppe nicht nur die Sternwanderung des Frankenwaldvereins ausgerichtet sondern dabei auch ein Dreifachjubiläum (90 Jahre Ortsgruppe, 60 Jahre Radspitzturm, 25 Jahre Obmann Karl Schoger) gefeiert hat.
Der Mitgliederstand der Ortsgruppe hat sich dank 15 Neuzugängen leicht auf 362 Personen erhöht.
Zum geplanten Sportzentrum Radspitze, für das man EU-Fördergelder anzapfen wolle, sagte Schoger, man plane derzeit überschaubare Maßnahmen wie eine Naturrodelbahn, Schneeschuhwanderungen und eine neue Beschilderung der Loipen und Nordic-Walking-Strecken. Außerdem wolle die Ortsgruppe mit den Fördermitteln ein neues Allzweckgerät anschaffen.
Einen Einblick in das aktive Vereinsleben gaben die Fachwarte. Stellvertretender Wanderwart Michael Kaufmann berichtete von elf Wanderungen, bei denen die 43 beteiligten Wanderer 2042 Kilometer zurückgelegt haben. Viel Arbeit mit der komplett neuen Ausschilderung des "Muschelkalkwegs" hatten die Wegewarte Ewald Meinhardt und Werner Backer. Für Kinder und Familien hatte Jugendwartin Daphne Götz eine Oster-Schnitzeljagd, eine Wildkatzen- und eine Nikolauswanderung organisiert.
Für 60-jährige Mitgliedschaft in der FWV-Ortsgruppe Seibelsdorf zeichnete Obmann Karl Schoger Egon Martini aus, der die Ehrung leider nicht persönlich entgegennehmen konnte. Für 25 Jahre Treue zum Verein wurde Siegfried Konrad geehrt.
Bei der Hauptversammlung wurde außerdem eine Anpassung des Beitrags für Ehepaare beschlossen. Er liegt nun bei 24 Euro (bisher 20 Euro). Der Beitrag für Einzelmitglieder und Familien bleibt gleich.


Glücksfall für den Tourismus

Als Glücksfall für den Tourismus bezeichnete Marktrodachs Bürgermeister Norbert Gräbner die Ausweisung der Frankenwaldsteigla im Rahmen der Zertifizierung des Wegenetzes im Frankenwald für das Qualitätssiegel "Wanderbares Deutschland". "Das war eine Riesenarbeit, und die Ortsgruppen haben dafür Erstaunliches geleistet."
Drei gute Nachrichten hatte der Bürgermeister noch: der Wanderparkplatz bei der Kneipp-Anlage in Seibelsdorf soll vergrößert, die Straße von Seibelsdorf zum Wanderparkplatz ausgebaut werden, und Mittelberg bekommt schnelles Internet. "Demnächst geht's los", so Gräbner. cf