Bei dem letzten Gruppenspiel geht es nicht nur um die sportliche Vorstellung. Auf der einen Bank: Ein Fußball-Trainer - Jürgen Klinsmann - der doppelt, auch bei der Nationalhymne seines Gegners, die Hand an die Brust legen will. Und auf der anderen Seite: Deutsche Nationalspieler, die lieber nicht vom blühenden Vaterland singen, weil ihre Väter gar nicht in Deutschland geboren sind.

Auch der Franke Mark Frazier wird am Donnerstag nicht die deutsche, sondern die amerikanische Nationalhymne trällern. Um 18 Uhr muss der Krankenpfleger zwar noch arbeiten - beziehungsweise fängt seine Nachtschicht gerade erst so richtig an -, mitgefiebert wird aber trotzdem über den Livestream im Internet: "Ich persönlich trage das letztjährige Nationaltrikot meiner Heimat unter meiner Arbeitskleidung. Außerdem wird bei der Nationalhymne aufgestanden und mitgesungen", sagt Frazier.