Die höchstklassige Frauenfußballmannschaft im Spielkreis ER/PEG kann sich noch eine Woche vorbereiten, denn der TSV Brand startet erst am 10. September in die Bezirksoberliga Mittelfranken. Schon an diesem Sonntag ist die Reserve in der Kreisklasse 2 in Stöckach im Einsatz. Sie hat sich mit dem SC Eckenhaid zu einer SG zusammengeschlossen.

In der Bezirksliga kommt es zum Auftakt am Samstag um 15 Uhr zum Aufsteigerderby zwischen Adelsdorf und Effeltrich, in dem die Gäste den ersten Sieg gegen den SCA anstreben. Kreisliga-Neuling Langensendelbach muss zu Beginn der Saison zum TSV Ebermannstadt, der FC Burk gastiert bei Dauerrivale Hetzles.


Bezirksoberliga Mittelfranken

Den um eine Woche verschobenen Saisonstart hat sich der TSV Brand mit seinem Weiterkommen im Bezirkspokal verdient. Für die sechste BOL-Spielzeit in Folge sieht Trainer Manuel Karger seine Schützlinge aber schon auf einem guten Weg. Um noch ein Plätzchen weiter vorne zu landen als 2016/17 (4.), lautet das Rezept, "gepflegten Fußball zu spielen". Ob das am 10. September gegen "Angstgegner" Sulzkirchen gleich gelingt? Der SV hat den Abstieg in den vergangenen beiden Jahren erst in der Relegation abgewendet, den Brandern in den letzten drei Aufeinandertreffen aber jeweils ein Unentschieden abgetrotzt. "Sulzkirchen hat eine gute Defensive und mit Kerstin Lux eine Stürmerin, die aus unmöglichen Situationen Tore macht", erklärt Karger.


Bezirksliga Mittelfranken 1

Zwei Jahre war Schlaifhausen allein in der Bezirksliga, vergangene Saison gesellte sich Absteiger Frauenaurach dazu. Heuer kreuzen gleich vier hiesige Teams die Klingen. Nach dem Durchmarsch aus der untersten Spielklasse trifft Effeltrich auf seinen letztjährigen Dauerrivalen Adelsdorf, den die Mannschaft des Trainerduos Christian Wagner und Christopher Emmert in der Endabrechnung zwar hinter sich ließ, aus beiden Duellen aber nur einen Punkt holte. Der Gegner gibt sich selbstbewusst. "Was ich bislang gesehen habe, zeigt mir, dass die anderen Teams in der Bezirksliga nicht unbedingt stärker sind als wir", sagt SCA-Trainer Wolfgang Lausen, der dem Spiel gegen Effeltrich trotz des verletzungsbedingten Ausfalls wichtiger Akteurinnen optimistisch entgegenblickt.


Bezirksliga Oberfranken West

Nach der Meisterschaft und dem Kreispokalsieg hat die DJK Teuchatz einen Feiermarathon hinter sich. Zeit für die Vorbereitung auf die kommende Saison blieb trotzdem genug, zumal die "Bamberger" Bezirksliga erst am nächsten Wochenende startet. Ob die Fitness bei lediglich 18 Saisonspielen überhaupt eine große Rolle spielen wird, sei dahingestellt. Zum Auftakt muss die DJK zum Liga-Dino nach Walsdorf.


Kreisliga ER/PEG

Ebermannstadts Trainer Simon Albert weiß den Auftaktgegner einzuschätzen. "Langensendelbach ist offensivstark, dazu kommt die Aufstiegseuphorie und die Einstellung, nichts zu verlieren zu haben", sagt der 31-Jährige. Neben dem Neuling hat Albert aber auch die beiden Absteiger FC Pegnitz II und Hüttenbach auf dem Schirm, die sicher schnell wieder hoch wollen. Dem SV Hetzles traut er deutlich mehr zu als vergangene Saion, sofern das Team nicht wieder so großes Verletzungspech habe.

"Der FC Burk hat sich gut verstärkt", nennt der Pretzfelder einen weiteren Favoriten, der mit der 21-jährigen Saskia Fischer die wohl jüngste Spielertrainerin weit und breit hat. Dass der FC Herzogenaurach alle seine Punkte nach der Winterpause holte, ist Albert auch nicht entgangen. "Nach der tollen Rückrunde, der guten Vorbereitung und aufgrund unseres breiten Kaders denke ich schon, dass wir um die ersten drei Plätze mitspielen können", untermauert FC-Trainer Nico de Luca. Und Ebs? "Wir sind zufrieden, wenn wir in der oberen Tabellenhälfte landen", erklärt der Coach, der wahrscheinlich auf die kürzer tretende Torjägerin Michelle Drummer verzichten muss.


Kreisklasse 1 ER/PEG

Neulinge und Rückkehrer prägen das Bild der Kreisklasse 1. Die SpVgg Effeltrich schickt nach dem Aufstieg der ersten Mannschaft erstmals eine Reserve ins Rennen. Der ATSV Erlangen kehrt nach einem Jahr Pause in den Spielbetrieb zurück.

In Heßdorf erlebt der Frauenfußball seine Premiere. Der ehemalige Bezirksligist SC Gremsdorf wurde in seinem 2015 begonnenen Neuanfang gestoppt und muss wieder ganz unten anfangen. Der SV Poxdorf kooperiert nach Jahren in einer SG mit Möhrendorf jetzt mit dem SC Eltersdorf. Dadurch sind die Frauen des Vereins, bei dem die Männer jüngst in die Kreisliga aufgestiegen sind, nicht mehr im Spielbetrieb.

Eine Konstante ist der TSV Drügendorf. Die Tatsache, dass sich der Verein nach dem Abstieg 2011 stetig verschlechterte, beunruhigt Trainer Christian Dennerlein nicht: "Es ist sowieso ein kleines Wunder, dass wir als kleiner Verein noch eine eigenständige Mannschaft zustande bringen. Hauptsache wir haben Spaß." Zum Auftakt am Samstag (16 Uhr) bekommt es der TSV auch mit einer neuen SG zu tun. Die Sportfreunde Großgründlach haben sich mit dem TSV Sack zusammengeschlossen.


Kreisklasse 2 ER/PEG

In ein Loch ist die SG Obertrubach nach der verlorenen Relegation um den Aufstieg nicht gefallen, "es war ein Bonusspiel und die Niederlage kein Beinbruch", sagt Trainer Nils Lukat mit Blick auf die Pleite gegen Oberreichenbach. Trotz des Kratzens am Kreisoberhaus zähle sein Team nicht automatisch zu den Topfavoriten. "Wir haben drei verletzte Stammspielerinnen. Die ersten paar Spiele entscheiden, wohin die Reise geht", vermutet Lukat. Dass die SG am Sonntag um 16 Uhr zum Lokalrivalen nach Wichsenstein muss, mache die Sache nicht leichter. "Letztes Jahr haben wir zwei Mal mit Ach und Krach gewonnen", erinnert sich der Übungsleiter.


Kreisklasse Bamberg Süd

Schnaid/Rothensand wechselt erneut: Nach dem Abstieg aus der Kreisliga ER/PEG 2015 landete die DJK in der Kreisklasse 2 desselben Spielkreises. Vergangene Saison trat das Team der seit März amtierenden Trainerin Tanja Fritsch in der KK1 an, ehe heuer der Umzug in den Bamberger Raum folgte. Am Sonntag um 10 Uhr tritt Schnaid beim FV Bamberg an.