Der SpVgg Jahn Forchheim in der Bayernliga und dem Baiersdorfer SV in der Landesliga Nordwest stehen am Wochenende dicke Brocken im Weg: Während der Jahn nach dem 0:4 gegen Ansbach zum noch unbesiegten SV Alemannia Haibach muss, reist der BSV zum Ligaprimus 1. FC Sand.

Bayernliga Nord

Alemannia Haibach - Jahn Forchheim

Zwar hat der SV Alemannia Haibach im Gegensatz zum Jahn drei Punkte weniger auf dem Konto, dafür haben die Unterfranken in dieser Saison noch kein Spiel verloren (zwei Siege, drei Unentschieden). Dies kann der Jahn nach dem Spiel gegen Ansbach (0:4) nicht mehr behaupten. Nun muss Forchheim den Hebel umlegen, gegen Ansbach gelang das nicht: "Ansbach war in allen Aktionen aggressiver als wir. Das entwickelte während des Spiels eine Eigendynamik, die wir nicht mehr kitten konnten", sagt Jahn-Coach Michael Hutzler.
Doch das Spiel und sein Verlauf ist im Training besprochen worden und mittlerweile auch abgehakt: "Die Niederlage gegen Haibach war kein Beinbruch, wir werden in dieser Saison bestimmt noch mehr Spiele verlieren", sagt Hutzler mit stoischer Ruhe. Bei der Alemannia, für Hutzler eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, wird Georg Neudecker aufgrund einer Schulterverletzung fehlen. Dafür rückt Hayri Özdemir in die Startaufstellung.

Landesliga Nordwest

1. FC Sand - Baiersdorfer SV

Vier Spiele, vier Siege und 13:0 Tore: Die Bilanz des 1. FC Sand liest sich beeindruckend. Der Baiersdorfer SV (ein Punkt) wartet dagegen noch darauf, in der neuen Liga richtig anzukommen. Trotzdem: Zum Verschenken von Punkten fährt der BSV nicht nach Unterfranken. "Über die Favoriten-Frage in diesem Spiel brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber wir wollen Sand ärgern. Wir sind kein Team, das sich versteckt - egal, wie der Gegner heißt", sagt BSV-Coach Helmut Wolff. Natürlich werde die Ausrichtung aber defensiver sein. "Für einen offenen Schlagabtausch fehlt uns im Vergleich zu Sand wohl die Qualität, aus einer geordneten Defensive heraus wollen wir aber auch Akzente setzen." Dabei mithelfen kann wieder Frank Ortloff, der den Trainingsrückstand nach seiner Brasilien-Reise weitgehend aufgeholt und die Blessuren der dortigen Messer-Attacke überwunden hat. Im Kader wird Ortloff stehen, ob er schon eine Option für die Startelf ist, konnte und wollte Wolff aber noch nicht verraten.

Bernd Eigner, der Sander Trainer, warnt trotz des Höhenflugs: "Wir werden unseren Gegner, der große Qualitäten hat, auf gar keinen Fall unterschätzen. Vom Anpfiff weg müssen wir den Schlüssel für die Begegnung finden und dürfen Baiersdorf erst gar nicht zu seinem Spiel finden lassen. Wir haben Heimrecht und sind Tabellenführer. Das muss uns das nötige Selbstvertrauen geben."