Hitze und Trockenheit seit zwei Wochen: Die Brandgefahr im Landkreis Forchheim steigt. "Der Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes steht für die nächsten Tage bereits auf Stufe 3 von 5. Auch außerhalb von Wäldern steigt die Brandgefahr", warnt Sebastian Müller, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kirchehrenbach.

So zeigt auch der Grasland-Feuerindex für die Region die Stufe 4 von 5. Und das bedeutet: hohe Gefahr.
Die Möglichkeiten, wie ein Brand entsteht, sind vielfältig: Leichtsinn, Selbstentzündung, Funkenflug, Selbstentzündung, technische Defekte bis hin zu Vorsatz. Besondere Vorkehrungen bei einer Hitzewelle gebe es aber nicht, sagt Sebastian Müller: "Wir sind immer einsatzbereit. Wir wissen aber, dass es von jetzt auf gleich losgehen kann."

Die Kirchehrenbacher können auf 50 ehrenamtlich Aktive zählen. 20 bis 25 Rothelme stehen normalerweise rund um die Uhr immer bereit.
Schwankungen gibt es entsprechend Wochentag und Tages- oder Nachtzeit. "Wir entscheiden dann je nach Einsatz, wieviele Leute wir brauchen", erklärt Müller.
Die zwei Kirchehrenbacher Löschfahrzeuge stehen mit vollgefüllten Wassertanks bereit, die 1200 oder 600 Liter fassen. "Damit können wir einem einfachen Flächenbrand bekämpfen wie 2010 in Pretzfeld", weiß der Feuerwehrmann.

Die Alarmierung

Damals hatte eine Wiese durch einen Fahrzeugdefekt Feuer gefangen. Neuere Fahrzeuge schultern Tanks mit 2000 und mehr Litern Fassungsvermögen. "Die Wassertanks sind aber jeweils nur für den ersten Angriff ausgelegt", erläutert Sebastian Müller.

Je nach Größenordnung würden über die Leitstelle in Bamberg auch umliegende Wehren alarmiert. Mitentscheidend ist dabei immer auch die Anfahrtsmöglichkeit zu einem Brandherd und das Gelände.
Im Falle des Wiesenbrandes bei Pretzfeld vor drei Jahren war der Zugang in flachem Gelände einfach. Auf Forstwegen und Bergen wie dem Walberla wird die Anfahrt schon komplexer. Wo es möglich ist, wird zusätzlich Löschwasser aus Bächen und Flüssen gepumpt.

Für die nächsten Tage, so Sebastian Müller, habe die Regierung von Oberfranken beschlossen, speziell ausgebildete Luftbeobachter auszusenden, die über neuralgischen Punkten kreisen können. Der Wald- und Grasland-Index des Wetterdienstes sagt für die nächsten Tage nur eine leichte punktuelle Entspannung auf Stufe 3 (mittlere Gefahr) voraus. Größtenteils bleibt aber die Warnstufe 4 bestehen.


Vorsicht Die Feuerwehr Kirchehrenbach bittet die Bevölkerung um äußerste Vorsicht und die Beachtung der folgenden Sicherheitstipps des Deutschen Feuerwehrverbandes

Feuer absolutes Verbot für offenes Feuer in Wäldern; dies gilt auch für Grillpartys; ebenso ist es verboten, in den Wäldern zu rauchen. Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Fenster.

Hitze Gerade für die Ausflugsregion Fränkische Schweiz gilt: Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die Natur. Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren entzünden.

Rettungswege Halten Sie die Zufahrten zu Wäldern und Wiesen frei - sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie unbedingt Park- und Halteverbote.

Verbot In einigen Gebieten ist der Zugang zu Waldgebieten untersagt - bitte folgen Sie diesem Verbot.

Brandfall Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über den Notruf 112. Kleine Brandherde können durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung gehindert werden. Eine Selbstgefährdung muss aber ausgeschlossen werden.

Weitere Infos über die aktuelle Waldbrandgefahr unter www.wettergefahren.de