Im Herbst 2015 kamen 24 Asylsuchende nach Muggendorf. Ihre Herkunftsländer sind Pakistan, Syrien und Afghanistan. In den vergangenen drei Jahren gab es immer wieder einen Wechsel in der Unterkunft am Wiesentweg.

Einige zogen in die Nähe der Stadt, einige gingen zurück in die Heimat. Zurzeit leben 22 Migranten in Muggendorf. Die Flüchtlinge kommen aus Pakistan (1), Syrien (6), Afrika (9) und sechs aus Afghanistan, die hiergeblieben sind. Die Afghanen lernen eifrig Deutsch und besuchen hierzu regelmäßig einen Sprachlehrgang mit einer pensionierten Lehrerin im Wiesenttaler Rathaus.

Ihr Heimatland ist nach ihrer Überzeugung ein Bürgerkriegsland, in das sie nicht zurückkehren können, da es dort keine Perspektive für sie gebe. Nun haben sie eine Abschiebungsandrohung erhalten.

Der Helferkreis in Muggendorf appelliert an Mitgefühl

Der seit drei Jahren bestehende Muggendorfer Helferkreis wurde deshalb wieder aktiv und hat eine Unterschriftenliste gegen die drohende Abschiebung aufgelegt. Seine Begründung: "Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Afghanistan. Überall sind wieder die Taliban und andere Terrorverbände auf dem Vormarsch und kontrollieren bereits weit über die Hälfte des Landes.

Täglich geschehen dort Anschläge großen Ausmaßes. Doch droht insbesondere auch Rückkehrern aus westlichen Ländern aus naheliegenden Gründen der Tod. Davor können sie in diesem zerfallenen Staat weder die Sicherheitskräfte noch die Polizei bewahren."

Der Helferkreis appelliert daher "an das Mitgefühl aller Entscheidungsträger", die afghanischen Flüchtlinge nicht diesem "bedrohlichen Schicksal auszuliefern und von einer unmittelbaren Abschiebung abzusehen".