Bei den mittelfränkischen Bezirksmann-schaftsmeisterschaften der Kürturnerinnen in Röttenbach ging die TS Herzogenaurach mit zwei Mannschaften an den Start. Mit den Rängen 2 und 4 sowie einem dritten Platz in der Einzelwertung schnitten die Turnerinnen von Trainer Peter Müller erfolgreich ab.
In Kür 3 startete die jüngere TSH-Mannschaft (Jg. 2004/2005) mit Lena Brauburger, Emilie Endlich, Sania Berschneider, Maile Chan und Fiona Joschko, die direkt am Schwebebalken beginnen musste. Hier zeigte Brauburger eine schöne Übung ohne großen Wackler, Berschneider und Joschko turnten ihre Übungen ebenfalls gut durch. Da nur drei Turnerinnen in die Wertung kamen, waren die Absteiger von Endlich und Chan nicht schlimm.
Weiter ging es am Boden, wo die TSH-Mädchen sehr saubere und schöne Vorstellungen lieferten und mit vier Wertungen über zwölf die meisten Punkte sammelten.
Auch am Sprung sicherten sich die Mädchen mit guten Handstütz-Überschlägen viele Punkte, vor allem Emilie Endlich glänzte mit einem Sprung direkt in den Stand. Auch am letzten Gerät, dem Stufenbarren, zeigten die Herzogenauracherinnen gute Übungen ohne größere Fehler. Dank einer super Teamleistung mussten sich die "Kleinen" nur der ersten Mannschaft des TV Fürth 1860 geschlagen geben und durften sich mit 138,80 Zählern vor der TG Röttenbach über den starken zweiten Rang freuen. Zudem gab es für Lena Brauburger, die einen tollen Wettkampf ablieferte (47,45 Punkte), einen Podestplatz in der Einzelwertung.


Zwei unglückliche Absteiger

Für Kür schickte die TSH Fiona Adamczewski (Jg. 2004), Melina Winkelmann (2003), Chiara Ebner (2002), Lena Völkl (2000) und Miriam Müller (1996) in den Wettkampf. Sie starteten am Sprung mit guten Leistungen, wurden aber sehr streng bewertet. Am Stufenbarren zeigten die TSH-Damen teils schwierige Übungen, verloren aber durch zwei unglückliche Absteiger einige Punkte.
Es folgte der Schwebebalken, und auch hier konnten die Herzogenauracherinnen nicht ganz ihre Trainingsleistungen abrufen. Lediglich Lena Völkl leistete sich keinen Patzer und erturnte sich die zweithöchste Wertung in dieser Klsse. Fiona Adamczewski, die jüngste im Team, zeigte das erste Mal in einem Wettkampf einen Bogengang, bei dem sie jedoch leider den Balken verlassen musste. Dafür gelang ihr aber die Akrobatikverbindung Rad Rad.
Auch Chiara Ebner und Miriam Müller mussten einen Sturz in Kauf nehmen und verloren dadurch jeweils einen Punkt. Melina Winkelmann zeigte zwar eine schöne Übung, jedoch kostete sie die lange Konzentrationsphase vor dem gefürchteten Bogengang, den sie bombensicher stand, wertvolle Zähler.
Beim letzen Gerät, dem Boden, rissen sich die Mädels nochmal zusammen und erzielten mit über 39 Punkten das höchste Ergebnis aller angetretenen Mannschaften. Alle fünf Turnerinnen zeigten überragende Übungen und turnten ihre schwierigen Elemente, wie Salto rückwärts und vorwärts, Durchschlagsprung und Doppeldrehung auf den Punkt. Mit 13,35 Punkten erturnte sich Miriam Müller zudem die höchste Wertung des gesamten Wettkampfes.


Ein Fehler zu viel

Die Aufholjagd kam jedoch etwas zu spät, denn es fehlten letztendlich 0,3 Punkte auf den dritten und lediglich 1,8 Punkte auf den ersten Rang. Ein Fehler weniger hätte wohl gereicht, um auf dem Siegertreppchen anstatt auf dem undankbaren vierten Platz zu landen.
Nun startet die Vorbereitung auf den Bayernpokal, bei dem Übungen der so genannten P-Stufen geturnt werden. Für die Jüngeren findet dieser Wettkampf bereits am Samstag, 8. Oktober statt, für die Älteren am Samstag, 22. Oktober. pm