Gabriele König und Philip Naßhan sind trotz einiger Baustellen auf der A 3 gut in Herzogenaurach angekommen. Die beiden Redakteure des Bayerischen Rundfunks haben sich von München her auf den Weg gemacht, um sich das Vereinshaus anzuschauen. "Ich war noch nicht in Herzogenaurach", gibt König zu, und auch Naßhan verneint, dass er die Stadt kenne. Doch mit der Sendung "Jetzt red i" kommt man halt herum und nun lernen beide Herzogenaurach kennen.

Sie hoffen, am 9. Oktober vor allem die Bürger kennenzulernen und deren Meinungen. Denn das Format der Sendung beinhaltet genau die Gespräche mit den Menschen vor Ort. Bevor es allerdings zum Sendungsstart kommt, ist einiges vorzubereiten. Die beiden treffen sich vor dem Vereinshaus mit Wirt Stelios Ziogas. Der Saal wird inspiziert und abgeschätzt, ob die "Arena" dort Platz findet. "In diesem Raum findet die Diskussionsrunde dann statt. "130 Bürger bekommen wir dort unter, mehr geht tatsächlich nicht." 15 mal 15 Meter werden mindest benutzt, kein Problem in Herzogenaurach. Entsprechend werden die Karten verteilt. Ein gutes Thema, denn an diese Karten zu kommen ist im Grunde ganz einfach. Naßhan erklärt: "Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr sind wir in der Redaktion erreichbar." Entweder unter der Telefonnummer 089/590025299 oder per Mail an jetztredi@br.de. Die Karten sind kostenlos, aber limitiert. Maximal vier Karten werden abgegeben. Und ein wichtiger Hinweis: Erst ab Montag anrufen, am Wochenende ist die Redaktion nicht erreichbar.

Spannend ist natürlich das Thema. Der Titel der Sendung ist "Schöne neue Arbeitswelt? - Wie die künstliche Intelligenz unser Leben verändert." Es geht um das breite Thema, wie weit die digitale Revolution und Weiterentwicklung nicht nur die Arbeitswelt an sich beeinflusst, sondern auch das alltägliche Leben. Was ist mit Jobs, die wegfallen? Was passiert mit dem Menschen, der positiv gesehen mehr Freizeit hat, negativ gesehen mehr Zeit hat, in der dieser nicht mehr zu beschäftigen weiß? Ist die Lösung ein Grundgehalt, aber eine fehlende Aufgabe für den Einzelnen?

Ausgesuchter Ort

König betont: "Man muss kein Experte bei dem Thema sein. Das Grundkonzept der Sendung beruht darauf, dass eben des Bürgers Fragen, Nöte, Ängste und Einstellungen im Mittelpunkt stehen." Der Besucher müsse nicht vom Fach sein, lediglich interessiert an dem Thema. Eine der Politikerinnen, die Rede und Antwort stehen wird, steht bereits fest: Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales, wird in Herzogenaurach dabei sein.

Dass Herzogenaurach ausgesucht wurde, ist nicht zufällig. Naßhan sagt: "Wir überlegen uns schon sehr genau, wo wir, mit welchem Thema hingehen." In diesem Fall wollte die Redaktion einen starken, traditionsreichen Industriestandort mit entsprechenden Firmen. Sowohl den Weltfirmen, als auch dem gesunden Mittelstand. Firmen, die im entsprechenden Bereich mit Robotik arbeiten, mit fortschrittlicher Software.

Und wie geht es weiter? Am Tag vor der Sendung wird im Vereinshaus alles aufgebaut. Am Sendetag geht es um 19.15 Uhr mit dem Einlass und einem Warm-up zusammen mit den Moderatoren Tilmann Schöberl und Franziska Eder los. Rund 20 Mitarbeiter des BR sind vor Ort und sorgen dafür, dass die Sendung "on air" gehen kann. Von 20.15 Uhr bis 21 Uhr wird dann gesendet und der Bürger erklärt selbstbewusst: "Jetzt red i!"