Die kleinen Bettchen sind schon ausgebucht. Ab Januar sind für jede der beiden Krippengruppen 13 Kinder angemeldet. Da der Bedarf vorhanden ist, sei sogar ein zusätzlicher Platz (zur normalen Belegung mit zwölf Kindern) genehmigt worden, teilte Lonnerstadts Pfarrer Andreas Sauer bei der Besichtigung mit.

Der neue Krippenbau an der Goethestraße fügt sich an das bestehende Kita-Gebäude an und wird durch den gemeinsamen Eingang betreten. Vor gut einer Woche konnte der Neubau bezogen werden. Aktuell werden nach den Worten der stellvertretenden Kitaleiterin Nadine Dörfler-Hein zusammen 21 kleine "Füchse" und "Waschbären" betreut. Ab dem neuen Jahr seien alle Plätze belegt.

In dem modernen Anbau stehen den kleinen Wonneproppen zwei helle, gut ausgestattete Gruppenräume, dazu je ein Ruheraum und ein Sanitärraum zur Verfügung. Putzig sind die kleinen Möbel, die Minitoiletten, Schränke und Spielecken. Auch die Außenanlagen, jeweils von den Gruppenräumen zugänglich, sind nahezu fertiggestellt.

Damit ist Halbzeit für die Baumaßnahme Lonnerstadter Kindergarten. Vor einem Jahr, im November 2019, begannen die Rohbauarbeiten. Noch ein weiteres Jahr werden der Umbau und die Generalsanierung des bestehenden Altbaus in Anspruch nehmen. "Voraussetzung für diesen Zeitplan ist, dass geeignete Firmen gefunden werden", sagt Lonnerstadts Bürgermeisterin Regina Bruckmann (FW). Durch die gute Konjunktur könne es auch zu Verzögerungen kommen.

Bislang hat alles gut geklappt. Der Erweiterungsbau, in dem die Krippe untergebracht ist, wurde vom Architekten auf 1,2 Millionen Euro geschätzt. Bis jetzt sind gut 800 000 Euro verbaut worden. Bruckmann denkt jedoch, dass am Ende die Schätzung erreicht wird. Es stünden noch die Kosten für die Außenanlagen und diverse Schlussrechnungen aus. Für die Baumaßnahme sei die Marktgemeinde der Bauträger. Schließlich sei der Kindergarten eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Der Betriebsträger der Kita sei und bleibe jedoch die evangelische Kirche.

Gesamtkosten 2,9 Millionen Euro

Demnächst werde mit der Generalsanierung und dem Dachausbau des bestehenden Altbaus begonnen. Dafür muss dieser komplett entkernt werden. Die "Regelkinder", drei Gruppen bis zu sechs Jahren, zogen bereits in den Altbau der Schule um. Die Generalsanierung des Altbestands ist auf knapp 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Auf die Gesamtmaßnahme von rund 2,9 Millionen Euro rechnet die Marktgemeinde mit einer Förderung von 1,3 Millionen Euro.