Der Schulverband Mühlhausen, dem neben Mühlhausen die Gemeinden Wachenroth, Pommersfelden und die Stadt Höchstadt angehören, ist bestrebt, seine Schulen bestens auszustatten. Wie der Vorsitzende des Schulverbands, Wachenroths Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU), berichtete, soll auch in den kommenden Jahren viel investiert werden. Dafür will der Schulverband möglichst alle Fördermittel anzapfen.

Gleitsmann, der den Schulverband seit 2002 leitet, wurde auch für die neue Amtsperiode im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Zu seinem Stellvertreter wurde Mühlhausens Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) gewählt. Thema der Sitzung, die in der VG Höchstadt stattfand, waren der Haushalt und die Finanzplanung. Im nächsten Jahr wird sich vor allem die Sanierung der Schulsporthalle in Mühlhausen bemerkbar machen. Die Außenhülle müsse komplett erneuert werden, so Gleitsmann. Ebenso müssen die sanitären Anlagen und die Elektrik auf den Stand der Technik gebracht werden. Auf zwei Haushaltsjahre verteilt, sei dafür eine Investition in Höhe von 520 000 Euro notwendig, teilte der Vorsitzende mit. Der Schulverband erwarte auf die Kosten eine staatliche Förderung in Höhe von 422 000 Euro.

Im Zuge der Corona-Vorschriften galt es, ein Hygienekonzept für die Nutzung der Turnhalle vorzulegen. Beschlossen wurde, dass die Halle auch künftig von Vereinen und Privatpersonen genutzt werden darf. Allerdings dürfen maximal 20 Personen gleichzeitig die Halle nutzen.

Die laufende Baumaßnahme, durch die die Schule barrierefrei und für den Brandschutz ertüchtigt wird, solle noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen, erklärte Gleitsmann. Damit alle Klassenräume barrierefrei zu erreichen sind, sei ein Aufzug installiert worden.

Das Förderprogramm für die Generalsanierung der Schule laufe demnächst aus, so Gleitsmann. Weitere Sanierungsmaßnahmen müssten spätestens bis 19. Dezember dieses Jahres begonnen werden. "Das werden wir in der momentanen Krisensituation nicht schaffen", meint Gleitsmann. Deshalb will er versuchen, eine Fristverlängerung zu erreichen.

Mehr Sitze für Pommersfelden

In der Sitzung wurde Gleitsmann außerdem bevollmächtigt, bis zu einem Budget von 30 000 Euro Anschaffungen für das "digitale Klassenzimmer" zu tätigen. Dafür stehen dem Schulverband 20 000 Euro an staatlichen Fördermitteln zur Verfügung. Weitere 11 000 Euro erhofft sich der Schulverband aus dem staatlichen so genannten Leihgeräteprogramm. Damit sollen iPads angeschafft werden, die dann an Schüler verliehen werden, die solche Geräte brauchen.

Etwas befremdlich erschien eingangs der Sitzung, dass die Gemeinde Pommersfelden nur noch mit einem Mitglied - Bürgermeister Gerd Dallner (FWGS) - in der Schulverbandssitzung vertreten war. Dies erkläre sich aus den Verbandsregularien, die vorsehen, dass die Sitze im Schulverband nach den Schülerzahlen vergeben werden. Pro 50 Schüler stehe den Gemeinden ein Sitz im Schulverband zu. Das könnte sich künftig ändern, sofern die Schüler dazu gerechnet werden, die im Schulverbund Höchstadt sind. Aus der Gemeinde Pommersfelden sind das etliche Schüler, die im Schulverbund die Höchstadter Spix-Schule besuchen. Der Antrag von Dallner, auch diese Schüler bei der Sitzverteilung einzubeziehen, soll nun von der VG, der Aufsichtsbehörde und dem Gemeindetag geprüft werden, war die einhellige Meinung.