Schlechte Zeiten für alle Kunst-Fans in der Region. Die Museen sind seit November ebenso geschlossen wie das Landestheater. Das Multiplex-Kino Utopolis ist gleichfalls zur Zwangspause verurteilt wie sämtliche Konzertveranstalter.

Doch trotz verschlossener Türen gibt es in diesen dunklen Zeiten in Coburg Kunst zu erleben - im öffentlichen Raum. Interessante Skulpturen jedenfalls finden sich an erstaunlich vielen Stellen in Coburg.

Lepckes "Bogenspannerin"

Bisweilen findet sich Kunst sogar dort, wo man sie zunächst gar nicht vermuten würde. Das gilt für Ferdinand Lepckes "Bogenspannerin", die in der Bahnhofstraße kurz vor der Brücke zu sehen ist. Kunst im öffentlichen Raum ist immer auch ein Dialog - zum Beispiel ein Dialog mit der Natur, wie im Fall der Skulptur "Noon Column" des britischen Künstlers David Nash, die 2007 im Hofgarten aufgestellt wurde.

Seitdem wartet die imposante Holzskulptur Tag für Tag um 12.20 auf einen Gruß der Sonne. Dann nämlich können Sonnenstrahlen durch einen akkurat berechneten Spalt in der Mitte des Stammes jener walisischen Eiche fallen, die David Nash modelliert und gestaltet hat.

Kunst im öffentlichen Raum erzählt auch Geschichten von Vergänglichkeit wie Stephan Balkenhols Menschenkette, die den Haupteingang der HUK Coburg auf der Bertelsdorfer Höhe markiert: Balkenhols Menschenkette hat seit 1998 schon viel Moos angesetzt...