Trotz des damaligen Sieges, übrigens nur einem von insgesamt zwei in fremder Halle, befinden sich die Herrenberger momentan auf Platz Zwölf mit nur zwei Punkten Rückstand auf einen Abstiegsplatz im absolut gefährdeten Bereich.

Doch darauf wird der HSC 2000 Coburg am Samstagabend sicher keine Rücksicht nehmen, denn "wir wollen uns diese Punkte zurückholen, diese Niederlage ist schon noch in den Köpfen", ärgert sich HSC-Coach Jan Gorr auch heute noch.

Außerdem muss nach zwei Monaten auch auf fremdem Terrain wieder einmal gepunktet werden, was aber in Herrenberg kein Selbstläufer wird. "Es gilt, das schnelle Spiel der SG zu unterbinden und im Angriff die Dinge so wie gegen Hochdorf zu lösen. Gegen die aggressive, körperbetonte 3-2-1-Deckung müssen wir den Ball laufen lassen und auf unsere Zweikampfstärke bauen", hat Gorr unter der Woche seinem Team das Erfolgsrezepte erklärt.

In dieser Abwehr wird hingelangt, dass dürfte jedem noch aus dem Hinspiel bekannt sein und mit Mihailo Djurdjevic hat man zudem einen Abräumer in seinen Reihen, an dem die Coburger Angreifer erst einmal vorbei müssen.

Und das am besten von Anfang an um in der stimmungsvollen Halle möglichst schnell zu zeigen, dass sich das Hinspiel nicht wiederholen wird. Die Spieler der HSG Konstanz sprachen letzte Woche von einer "Hexenkessel-Atmosphäre" - auf den HSC wartet also ein heißer Tanz.

Ein Baustein zum Sieg wären auch wieder einfache Tore über Konter wie zuletzt gegen Hochdorf, denn gegen offensive Deckungen tun sich der HSCler bisweilen doch recht schwer. Doch vielleicht gibt es da ja auch mehr Freiräume für Dominic Kelm, der wieder für Lücken am Kreis sorgen soll Und man darf sich nicht einlullen lassen wie im vergangenen Herbst, als man ja eine 9:3-Führung verspielte.

"Es wird notwendig sein, nahtlos an die Hochdorf-Leistung anzuknüpfen, wenn die Revanche klappen soll", ist sich Gorr der Schwere der Aufgabe bewusst und weist deutlich darauf hin, die Partie nicht am Tabellenplatz des Gegners festzumachen. Zwar wartet der HSC-Gegner in der Rückrunde noch auf den ersten Punktgewinn, aber gerade deswegen nimmt Kiener sein Team in die Pflicht und erinnert an das Hinspiel.

Jan Gorr kann erneut auf seinen kompletten 16er Kader zurückgreifen, auch wenn Sebastian Kircher leicht angeschlagen ist und Philipp Seitle Anfang der Woche nicht trainieren konnte. Wer gestrichen werden muss, das entscheidet der Coburger Trainer kurzfristig.