Das erste Gebäude am neuen Güterbahnhof steht schon: ein Container, verkleidet mit rostigen Stahlplatten. Hier wird die SÜC Energie & H2O eine Trafostation einrichten, die die ehemalige Stückguthalle ("Alte Pakethalle") und den Bereich nördlich davon mit Strom versorgen wird.

Ein Einzelstück sei dieser Container, sagt Matthias Laub, Abteilungsleiter Elektrizität/Planung der SÜC. Die Stadt habe sich eine Gestaltung gewünscht, die zum Charakter des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes passe. Deshalb also die Verkleidung mit Cortenstahlplatten, bei denen der Rosteffekt gewünscht ist.

Normalerweise errichtet die SÜC Trafostationen aus Betonraumzellen. Eine solche wird im Süden des Güterbahnhofsareals aufgestellt werden, nahe dem "Gebäude 24", dem Ziegelbau, in dessen Nähe ein Parkhaus errichtet werden soll. Dort sei die Lage nicht so exponiert wie neben der Pakethalle, sagt Laub. Das kleine Trafohäuschen, das derzeit mehr oder weniger mitten im Gelände steht, sei ein Provisorium und komme weg.

Angeschlossen ist die Cortenstahl-Station noch nicht. Aber die Elektro- und die Wasserleitungen im Güterbahnhofsgelände sind inzwischen neu verlegt, wie Hochbauamtsleiter Peter Cosack berichtet. Derzeit läuft der Kanalbau, dann folgen die Fernwärmeleitungen.

Der bislang milde Winter "hat uns absolut in die Karten gespielt", sagt Cosack. "Normalerweise tut man sich im Januar und Februar im Tiefbau schwer." Die Baustelle sei zeitlich "absolut im Soll", auch dank der guten Koordination der beteiligten Firmen, der SÜC und des CEB. "Die Baustelle ist schon sehr komplex, und alle Beteiligten haben sich vorbildlich abgestimmt."

Bis Ende März/Anfang April sollen die Tiefbauarbeiten so weit abgeschlossen sein, dass die Fläche vor der Pakethalle wieder befestigt werden kann. Schließlich sollen von 19. bis 24. Mai wieder die Designtage in diesem Bereich stattfinden können. Als Nächstes werde dann eine Baustraße angelegt, um die Baumaßnahmen "Globe" und "Pakethalle" angehen zu können, sagt Cosack: Die Pakethalle soll ertüchtigt werden, so dass sie ganzjährig für Veranstaltungen nutzbar ist und nicht jedesmal eigens WC-Wagen aufgestellt und Elektrokabel verlegt werden müssen. Das Globe entsteht südöstlich davon: Ein Veranstaltungs-Rundbau, der nach der Fertigstellung als Interims-Spielstätte fürs Landestheater dienen soll, während das Große Haus am Schlossplatz umfassend saniert wird.

Ziel ist es, das Globe 2022 fertig zu haben. Der Termin für den Baubeginn steht indes noch nicht exakt fest: Die Pläne dafür seien noch in Arbeit, sagt Cosack. Ähnliches gelte für die Pakethalle, wo gerade an den Werkplänen gearbeitet werde, die dann die Grundlage für die Ausschreibung der Bauarbeiten darstellen. Die Planung der Straßen, Wege und Plätze im Güterbahnhofs-Areal sei gerade ausgeschrieben, und der Bebauungsplan für das gesamte Gebiet sei auch noch in Arbeit.