• Pottenstein: LKA durchsucht Haus von Telegram-Mitglied der "Vereinten Patrioten"
  • Mehrere Mitglieder sollen Sprengstoff-Anschläge und Lauterbach-Entführung geplant haben
  • SS-Runen und Reichsflaggen: Bereits vier Männer in Untersuchungshaft 
  • Ermittler finden Waffen in Oberfranken - Pottensteiner bald nicht mehr nur Zeuge?

Im Zuge der Ermittlungen gegen Mitglieder einer Telegram-Chatgruppe wegen der "Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen und anderer Gewalttaten" ist nun auch ein Mann aus Pottenstein (Landkreis Bayreuth) ins Visier der Fahnder gerückt. Wie TVOberichtet, habe das LKA vergangene Woche das Wohnhaus des Mannes in Hohenmirsbach durchsucht. 

LKA findet Waffen in Haus in Pottenstein - Extremistengruppe plante Anschläge in Deutschland

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz habe auf Nachfrage des Regionalsenders bestätigt, dass die Durchsuchung in der Gemeinde Hohenmirsberg stattgefunden habe. Dort fanden die Beamten demnach mehrere Waffen und Munition. Festgenommen worden sei der Mann aber bisher nicht. 

Aktuell sei er noch Zeuge, so die Staatsanwaltschaft. Doch die Ergebnisse der Durchsuchung könnten dazu führen, dass gegen den Mann Vorwürfe entstehen könnten, sagte ein Sprecher gegenüber dem Sender. Bei einem anderen Mitglied, das aus Landshut kommt, war ein "regelrechtes Waffenlager" gefunden worden. In dem Haus fanden die Ermittler auch eine Uniform mit den SS-Runen sowie eine Reichsflagge, Fotos mit Reichsflaggen und fünf neue, leere Benzinkanister.

Der Gruppe wird vorgeworfen, Gesundheitsminister Lauterbach entführt haben zu wollen sowie Sprengstoffanschläge in Deutschland geplant zu haben. Erklärtes Ziel sei es gewesen, "Einrichtungen der Stromversorgung zu zerstören, um einen länger andauernden bundesweiten Stromausfall herbeizuführen", so die Staatsanwaltschaft. Damit sollten "nach der Vorstellung der Beschuldigten bürgerkriegsähnliche Zustände verursacht und schließlich das demokratische System in Deutschland gestürzt werden", heißt es.