Andreas Starke (SPD):

Stärken: Starke zeichnet sich durch Verhandlungsgeschick und seinen Instinkt aus, im richtigen Moment Kompromisse zu schmieden. Den Wirtschaftsstandort hat er stets im Blick, was die Ansiedlung von Brose beweist. Schwächen: Grüne Themen (Radentscheid) und sozialer Wohnungsbau hat der amtierende OB längere Zeit vernachlässigt. Ihm liegt am Herzen: "Zusammenhalt fördern, Wohnraum schaffen, nachhaltig wirtschaften und umweltfreundliche Mobilität entwickeln."

Christian Lange (CSU):

Stärken: Der Zweite Bürgermeister hat sich gerade bei Bildung und Kultur hervorgetan, fordert schon länger mehr Kita-Plätze. Schwächen: Es fehlt oftmals die klare Kante, Lange hält sich beispielsweise alles offen beim Thema Verkehr. Er hat die weitere Zersplitterung des bürgerlichen Lagers nicht verhindern können (BuB, Bamberger Allianz, Bambergs Mitte). Ihm liegt am Herzen: "Familie: Kinder - bessere Bildung; Eltern - mehr Betreuungsangebote; Großeltern - aktive Wertschätzung!"

Jonas Glüsenkamp (Grüne):

Stärken: Glüsenkamp kämpft am authentischsten für den Umwelt- und Klimaschutz und die Verkehrswende. Schwächen: Er ist noch recht unbekannt. Ehrlich formuliert er, dass die Verkehrswende nicht ohne Konflikte ablaufen wird, was er in der Mitmachstadt auffangen will. Dennoch haben ältere Bürger Angst, dass sie nicht mitgenommen werden - auch wenn er selbst aufs ausführliche Programm zum demografischen Wandel verweist. Ihm liegt am Herzen: "Ich will vorwärts gehen: Mehr Mut bei Wohnen, Verkehr, Schulen!"

Ursula Redler (Bamberger Allianz): Stärken:Vor allem die Familienpolitik ist ihr Steckenpferd, was sie im Stadtrat schon bewiesen hat. Stichwort: Kita-Plätze. Die Stärkung des ÖPNV hat sie im Stadtwerke-Aufsichtsrat frühzeitig im Blick. Sie setzt auch auf die Konversion. Schwächen: Es gelingt ihr nicht immer, ihre Kritik in konkrete Maßnahmen zu lenken. Sie hat im Stadtrat in der Opposition aber auch einen schweren Stand. Ihr liegt am Herzen: "Ob Wohnraum, Kitas oder Verkehrswende - zuhören, beteiligen und endlich handeln - ohne Parteipolitik."

Daniela Reinfelder (Bambergs unabhängige Bürger):

Stärken: Sie ist gut vernetzt und ist stark engagiert in vielen Vereinen. Sie bringt, wenn es sein muss, auch Pragmatismus mit und die Neigung zu ungewöhnlichen Vorschlägen wie eine Seilbahn für Bamberg. Schwächen: Grüne Politik ist nicht ihr Leibthema. Sie ist keine Leiserednerin, was ein Teil ihres Erfolgs ist, was ihr aber manch einer auch negativ auslegt. Politische Gegner werfen ihr Klientelpolitik vor. Ihr liegt am Herzen: "Jedes Kind soll ein Musikinstrument oder einen Sport erlernen dürfen."

Martin Pöhner (FDP):

Stärken: Pöhner setzt sich ganz im Zeichen liberaler Politik für die Wirtschaft ein. Aber auch Bildung und Kita-Plätze sind wichtige Bereiche für ihn. Als Schulleiter ist er hier nah an den Themen. Schwächen: Er versucht viele Bälle in der Luft zu halten, wobei er manchmal den Überblick verliert. In Sachen Verkehrswende will er es sich weder mit Busnutzern und Radlern noch mit Autofahrern verscherzen. Ihm liegt am Herzen: "Die Sanierung der Bamberger Schulen und die Schaffung von Kita-Plätzen."

Claudia John (Freie Wähler):

Stärken: Sie ist recht vielseitig aufgestellt. In den Bereichen Schulen und Kinderbetreuung liegen ohne Zweifel die Stärken der jungen Lehrerin. Schwächen: Sie bedient viele Themen, dadurch geht ihr zum Teil ein klares Profil verloren - ähnlich wie bei Brünker. Sie hat noch kein Mandat im Stadtrat, was für und gegen Claudia John sprechen kann. Ihr liegt am Herzen: "Ich ermögliche bürgerfreundliche Verkehrspolitik, gerechte und transparente Kita-Platzvergabe, Kulturförderung, Schulhaussanierung."

Hans-Günter Brünker (Volt):

Stärken: Brünker setzt sich für die freie Kultur und mehr sozialen Wohnungsbau in Bamberg ein, er kennt sich aber auch mit der Wirtschaft aus. Seine Vielseitigkeit zeichnet ihn aus. Schwächen: Seine Stärke ist auch ein wenig seine Schwäche - er ist auf vielen Feldern unterwegs, daher ist er für einen flüchtigen Beobachter schwer einzuordnen. Sein Kernthema Europa ist fast zu groß für die Stadtpolitik. Ihm liegt am Herzen: "Bezahlbaren Wohnraum schaffen, insbesondere durch die Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus."

Thomas Kellermann (Bambergs Mitte):

Stärken: Kellermann ist ein echter Bamberger, der sich auch für die Bamberger einsetzen will. Er hat durch seine Ausdauer beim Unterschriften sammeln vor dem Rathaus am ZOB bewiesen, dass er es ernst meint mit der Politik. Schwächen: Er hat noch keine kommunalpolitische Erfahrung. Dem OB-Kandidaten und seiner Gruppierung fehlt das klare Profil als Abgrenzung zu anderen Parteien und Kandidaten. Ihm liegt am Herzen: "Bamberg besteht nicht nur aus der "Insel" - Stärkung aller Stadtteile!"

Fabian Dörner (Die Partei):

Stärken: Satire - keine Frage! Ansonsten tut er sich im sozialen Bereich beim Thema sozialen Wohnraum hervor. Er kann auch ernst, wenn es um Rechtsextremismus geht. Schwächen: Übertreibt es mit der Übertreibung. Ein Beispiel beim Thema Verkehr: Dörner will Zeppeline und einen Großflughafen für Bamberg. Na gut: Seilbahn (Reinfelder) und Flusstaxis (Redler) sind ja auch ernst gemeinte Vorschläge... Ihm liegt am Herzen: "Einrichten eines Nazi-Reservats auf dem Muna-Gelände Bäm Babäm"

Zusammenstellung: Sebastian Martin