Es war gegen 9.30 Uhr, als Frank Schmitz per WhatsApp die Nachricht erreichte, dass es seiner Frau Alexandra und den anderen Bamberger Helfern gut geht. Erneut hatte ein heftiges Erdbeben Nepal erschüttert und war selbst noch in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi zu spüren. So erlebte auch das erste Team des Bamberger Vereins FriendCircle WorldHelp, das von Indien aus weiter ins Erdbebengebiet reist, die Auswirkungen. "In Raxaul unweit der Grenze zu Nepal waren alle gerade bei einem Großhändler, um Lebensmittel zu kaufen, als das Beben begann", berichtet Schmitz, der von Bamberg aus die Hilfsaktion begleitet. Panisch seien alle Menschen aus den Häusern auf die Straße gerannt. "Meine Frau berichtete, sie hätte sich gefühlt wie bei entsprechendem Seegang auf einem schwankenden Schiff", so Schmitz.

Am 9. Mai waren die drei Bamberger mit zahlreichen Hilfsgütern, darunter Schlafsäcke und leichte Zelte für die vom Erdbeben betroffenen Menschen, aus der Domstadt aufgebrochen. Über Delhi reisten sie weiter in den indischen Bundesstaat Bihar. "Hier galt es noch Reis, Mehl, Linsen und andere Nahrungsmittel zu organisieren." Am 14. Mai folgt Michael Dykta der ersten Gruppe nach, um als Arzt vor Ort medizinische Hilfe zu leisten. Weitere Berichte folgen.