Sommer, Sonne und endlich Ferien! Familien genießen ihren Urlaub, fahren weg in den Süden oder entdecken die unbekannten Seiten in der Heimat neu. Natürlich haben Freibäder und Seen einen enormen Zulauf. Die Kinder toben im kühlen Nass und plantschen im Wasser. Doch Vorsicht ist geboten - denn: laut Statistik können 40 Prozent aller Zehnjährigen in Bayern nicht schwimmen. Eine gefährliche Entwicklung, die auch die DLRG Bamberg-Gaustadt mit ihren Aktionen stoppen möchte.

Besuch in Kindergärten

Seit dem Jahr 2008 besuchen speziell ausgebildete DLRG-Aktive wie Rita Stadter-Bönig Kindergärten und andere Betreuungseinrichtungen in und um Bamberg, um in altersgerechter Weise auf Gefahren im Wasser vorzubereiten.
Spielerisch lernen die Kleinen, Risiken zu vermeiden und im Notfall richtig zu reagieren.
Ein wirklich notwendiger Einsatz, das belegen auch Zahlen: um mehr als 80 Prozent ist die Zahl im Jahr tödlich verunglückter Kinder zwischen 1999 und 2012 gesunken. Zeit, die Hände in den Schoß zu legen, sei es indes noch lange nicht: "Im Ländervergleich weist Bayern seit vielen Jahren die meisten Ertrinkungsfälle auf", so Rita Stadter-Bönig. "Da bleibt noch sehr viel zu tun."
Die Rettungsschwimmerin geht in Kindergärten und klärt die Kinder auf, was sie beim Baden unbedingt beachten sollten - natürlich vor allem auch spielerisch. Das abwechslungsreiche Programm zeigt Jungen und Mädchen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Bunte Bildfolien stellen verschiedene Situationen dar, die zu Gefahren führen können. Rasch erörtern die Kleinen, was sie sehen und wie sie sich in bestimmen Fällen verhalten würden. "Man spürt, dass das notwendige Wissen bei den meisten durchaus vorhanden ist. Die intensive Beschäftigung mit dem Dargestellten führt es ins Bewusstsein, so dass es im Bedarfsfall schnell abgerufen werden kann", erklärt Rita Stadter-Bönig.
Zum Lernen gehört auch das DLRG-Puppentheater. Rettungsschwimmer Rudi führt in einem Stück dabei Aufsicht am Badesee. Sein Freund Nobbi sucht immer nur das reine Badevergnügen. Der Haken an der Sache: Nobbi kann nicht schwimmen, hält aber auch wenig von Vorsicht. Und so hat Rudi logisch alle Hände voll zu tun, ihn von leichtsinnigem Handeln abzuhalten. Unterstützung bekommt Rudi von den jungen Zuschauern. Was sie zuvor gelernt haben, werfen sie nun in die Waagschale. Ihnen gelingt, woran sich Rudi bislang die Zähne ausgebissen hatte: Nobbi verspricht, endlich das Schwimmen und die Baderegeln zu lernen.


Baderegeln der DLRG




Die Baderegeln des DLRG gibt es auch hier.