FC Bad Brückenau - HSG Mainfranken 32:38 (17:20).

Personell gehen die Sinnstädter mittlerweile voll auf dem Zahnfleisch, sodass Trainer Stefan Bott Woche für Woche improvisieren muss, um eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen zu schicken. "Jammern hilft aber nicht", lautet die Devise von FC-Coach Bott. Und so warfen die Bad Brückenauer auch gegen die spielstarke HSG Mainfranken alles in die Waagschale, um die längst verkorkste Saison anständig zu Ende zu bringen. Die hervorragend ausgebildeten und trickreichen HSGler rund um den Ausnahmekönner Denis Motscha, der diesmal stolze 17 Treffer zum Sieg beisteuerte, sind ein recht unangenehmer Gegner. Je länger das Match dauerte, umso weniger Zugriff bekamen die Bad Brückenauer auf die Gäste-Angreifer. FC-Keeper Frederik Schumm war nicht zu beneiden. Der junge Schlussmann wird in dieser Saison zwangsläufig voll ins kalte Wasser geworfen, hatte mal wieder keinen zweiten Torhüter an seiner Seite, um in kritischen Phasen durchwechseln zu können, und geriet gegen die Mainfranken unter Dauerbeschuss. Während in der Defensive die Lücken einfach zu groß waren, machten die Brückenauer im Angriff einen sehr frischen Eindruck. Youngster Lukas Heil stellte wieder einmal seine tolle Weiterentwicklung unter Beweis und trat am gegnerischen Kreis mit viel Courage und Wucht auf. So entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, den allerdings die Gäste jederzeit unter Kontrolle hatten.bitTore für Bad Brückenau: Lukas Heil (9), Tom Schumm (7), Simon Weiner (6), Simon Dietrich (3), Max Puschner (3), Steven Trotno (1), Sven Markovics (1).

FC Bad Brückenau - HSG Pleichach II 33:15 (12:7).

Die Handballerinnen des FC Bad Brückenau haben im Abstiegskampf ein dickes Ausrufezeichen gesetzt gegen einen direkten Konkurrenten im kräftezehrenden Ringen um den Verbleib in der Bezirksoberliga. Das Team von Thomas König und Yvonne Paul spielte einen völlig ungefährdeten Heimsieg heraus. Mit unzähligen, teils spektakulären Paraden trug FC-Keeperin Denise Fischer einen wichtigen Teil zum Erfolg bei. Nicht weniger spektakulär: Die kompromisslose und zielstrebige Abwehrarbeit der Sinnstädterinnen, die sich mit zunehmender Dauer der Saison sogar noch deutlich verbessert hat. Die Mixtur aus geduldig vorgetragenen Angriffen und überfallartigen Tempogegenstößen führte letztlich zum souveränen Heimsieg. Besonders bemerkenswert: Obwohl das Team nach wie vor stark abstiegsgefährdet ist, setzte das Trainergespann sämtliche Ergänzungsspielerinnen ein, die aufgrund der sportlichen Ziele des Vereins nicht immer zu besonders vielen Spielminuten kommen. Insofern hätte das Resultat sogar noch deutlicher zugunsten der Gastgeberinnen ausfallen können, denn die vielen Wechsel auf der Platte brachten den Spielfluss teilweise ein wenig ins Stocken. Für den starken Zusammenhalt des Teams in einer extrem langen Saison dürfte der Einsatz der jungen Nachwuchsspielerinnen aber noch wichtig werden. Die sichtbare Euphorie der Spielerinnen jedenfalls macht Hoffnung, dass dem FC der Klassenverbleib heuer aus eigener Kraft gelingt. Einziger Wermutstropfen der Partie: Das überharte Einsteigen in vereinzelten Szenen sorgte für längere Verletzungspausen.bit

Tore für Bad Brückenau: Lena Übelacker (9/4), Sophie Gundelach (5), Maike Peter (5), Jennifer Frank (4), Anna Pragmann (4), Hannah Weber (3), Melissa Kalmund (2), Jana Gebhard (1).

SG Garitz/Nüdlingen - TG Heidingsfeld 18:25 (8:12).

Kurz vor Saisonende hat die SG Garitz/Nüdlingen den Trainer ausgetauscht. Für Heiko Schober hat die Spielgemeinschaft Oliver Hilbert als neuen Coach gewinnen können. Der sportliche Erfolg sollte sich noch nicht einstellen, wenngleich die TG Heidingsfeld zu den größeren Kalibern dieser Bezirksoberliga gehört. Die TG-Frauen, mit einem sehr kleinen Aufgebot nach Nüdlingen gereist, sind schließlich aktuell Tabellenführer. Wobei: Meister wird wohl die TSG Estenfeld, die erst einen Minuszähler auf dem Konto und satte fünf Spiele weniger als Heidingsfeld absolviert hat. Die Spielgemeinschaft hatte in der Schlossberghalle einen guten Start hingelegt und auch geführt, ehe der Gegner das Spiel immer besser unter Kontrolle bekam, dabei vor allem stark verteidigte und den Viertore-Vorsprung zur Pause schließlich clever verwaltete.js

Tore für die SG Garitz: Melissa Schäfer (7/3), Theresa Kleinhenz (3), Milena Schmitt (2), Pia Hein (1), Leonie Kaiser (1), Theresa Przybilla (1).

TV/DJK Hammelburg - SpVgg Giebelstadt 29:19 (16:8).

Die Hammelburger Volleyballer haben ihr Wohnzimmer in der Saaletalhalle, die Handballerinnen ihr Esszimmer! Man nehme als Zutaten: zwei überragende Torhüterinnen, eine kompromisslose Abwehr, Powerhandball bei Gegenstößen und Flexibilität im Angriffsspiel. Beim sportlichen 4-Gang-Menü wurde als Hors d'œuvre bis zur 15. Spielminute ein sicherer Vorsprung herausgeworfen (11:3), der Appetit auf mehr machte. Die Vorspeise bis zum Halbzeitpfiff wurde mit 16 zu acht Toren sicher "an die Frau" gebracht. Im Hauptgang fiel es den Saalestädterinnen etwas schwer, das hohe Niveau zu halten. Teilweise fehlte die Würze. Das Dessert, welches bekanntlich in Erinnerung bleibt, wurde ab Minute 45 ausgarniert mit überragenden Konterspiel. "Jungköchin" Alissa Hein war es vorbehalten, mit ihrem ersten Tor die Kirsche auf die Sahne zu setzen. Im letzten Heimspiel am nächsten Sonntag kann die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga eingetütet werden.spion

Tore für Hammelburg: Laura Finke (8), Nicole Simon (7/3), Annika Keller (6), Tabea Hüfner (4), Lena Doschko (3), Alissa Hein (1).