Wer bei der traditionellen Wallfahrt von Großwenkheim zum Kreuzberg mitlaufen wollte, musste schon sehr frühzeitig aus den Federn. 104 Frauen und Männer aus verschiedenen Ortschaften machten sich am Samstag um 4 Uhr auf den rund 35 Kilometer langen Weg zum heiligen Berg der Franken. Aus verschiedenen Gründen war die Beteiligung in diesem Jahr nicht so hoch wie sonst und die Zahl der auswärtigen Teilnehmer war erstmals in der langen Geschichte höher als die der Großwenkheimer.
Bei angenehmen Temperaturen erreichten die Wallfahrer pünktlich um 14 Uhr ihr Ziel, wo sie von einem Franziskanerpater und einigen Personen aus der Heimat begrüßt wurden. Nach Gebet, Lied und einigen Empfangsworten erhielten die Wallfahrer am Freialtar den Segen, ehe in die Wallfahrtskirche zu einem weiteren Segen eingezogen wurde.
Am späten Nachmittag wurde noch der Kreuzweg gebetet. Wie bereits im letzten Jahr fuhr Pfarrer i.R. Dr. Benno von Bundschuh, der in Großwenkheim wohnt, eigens am frühen Sonntagmorgen zum Kreuzberg, um den Gottesdienst "für unsere Wallfahrer" zu halten.


Eindrucksvolle Messe

"Diese Messe war wieder besonders eindrucksvoll und sehr schön. Da waren bereits um 7.30 Uhr alle Wallfahrer in der Kirche hellwach", sagte Norbert Geiling. Um 9.15 Uhr traten dann 100 Wallfahrer bei hochsommerlichen Temperaturen den Rückweg an. "Das härteste Stück war dabei der Bereich zwischen Mühlbach und dem Ende des Löhriether Berges nahe der Autobahn. Das ist wie in einem Dampfkessel, und da haben wir noch einmal richtig geschwitzt", meinte Geiling, der wieder die sehr gute Bewirtung auf dem Hinweg in Burgwallbach durch die Freiwillige Feuerwehr hervorhob. Pünktlich um 19 Uhr erreichten die Wallfahrer am Sonntag ohne Zwischenfälle glücklich, aber müde, Großwenkheim, wo sie von zahlreichen Angehörigen und Pfarrer Dr. Benno von Bundschuh begrüßt und in die Pfarrkirche zum Abschluss-Segen begleitet wurden.
Natürlich gab es auf der langen Strecke viele Blasen an den Füßen, aber "die gehören zu einer Wallfahrt dazu."
Auch heuer steuerte in bewährter Weise Andreas Ziegler den Kleinbus, den die Großbardorfer Firma Ifsys seit Jahren kostenlos zur Verfügung stellt, mit dem Gepäck. Für das nächste Jahr wünscht sich Geiling wieder eine höhere Beteiligung. In diesem Jahr waren fünf Wallfahrer erstmals dabei.