MünnerstadtDer Münnerstädter Sitzungssaal ist schon in normalen Zeiten reichlich eng für 20 Stadträte, die anwesenden Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie Gäste. Jetzt in Corona-Zeiten kann er aufgrund geltender Abstand- und Hygieneregeln gar nicht für die Sitzungen des Stadtrates genutzt werden. Nicht bewährt hat sich - vor allem wegen der Akustik - die alte Aula als Sitzungssaal. Diese war einfach zu groß und der Hall dort zu stark. Jetzt hat die Stadt eine neue Lösung gefunden. Die historische Rathausdiele im ersten Stock des Rathauses wurde zum Tagungsraum.

Der Finanzausschuss tagte als erstes in der umgestalteten Diele. Jedem Stadtrat und Ortssprecher sowie den Mitarbeitern der Verwaltung steht dort ein Tisch zur Verfügung, um die Abstände zu gewährleisten. Bis zum Jahresende finden die Sitzungen dort auf jeden Fall statt, erklärt Bürgermeister Michael Kastl auf Nachfrage. "Die Rathausdiele ist die bessere Alternative als die alte Aula", machte er deutlich. Der Teppich, der kürzlich zur Schalldämmung für die Alte Aula gekauft wurde, sei nicht umsonst gewesen, heißt es aus dem Rathaus.

Dieser Teppich werde auch für andere Veranstaltungen eingesetzt. Die Bestuhlung in der Rathausdiele bleibt stehen, erläutert Michael Kastl. Da ab sofort wöchentliche Sitzungen des Stadtrates oder einer seiner Ausschüsse geplant sind, wäre der Aufwand des Auf- und Abbaus nach jeder Sitzung zu hoch. Zum Jahreswechsel werde man dann sehen, ob die Coronalage eine Rückkehr in den Sitzungssaal wieder erlaubt. Ein bisschen scheinen einzelne Stadträte ihren den Sitzungssaal zu vermissen, wohl vor allem wegen der gepolsterten Sitzgelegenheiten dort. Coronakonform sitzen Stadträte, Bürgermeister, Zuhörer und Mitarbeiter derzeit auf Holzstühlen, die manchem doch etwas hart erscheinen.

Die erste Sitzung nach der Sommerpause dauerte im öffentlichen Teil kaum länger als fünf Minuten. Es ging um einen Zuschuss für die Klennewehmer Bischöff. Diese hatten für die Faschingssaison 2020 Kostüme für 750 Euro angeschafft und baten um einen Zuschuss. Der Ausschuss stimmte einer Zuwendung in Höhe von zehn Prozent des Kaufpreises, also von 75 Euro zu, einstimmig zu.