Würzburg/ Bad Kissingen — Eine Schülergruppe des Jack-Steinberger- Gymnasiums bringt zusammen mit dem französischen Krimi-Autor Maxime Gillio und Schülern des Aschaffenburger Dalberg-Gymnasiums demnächst einen Krimi auf den Markt.
Titel: "Fabien ist verschwunden", in Französisch, daher auch "Fabien a disparu". Die beiden Schüler-Gruppen sind Gewinner des Wettbewerbs "Prix Polar 2014". Gestern hat der unterfränkische Bezirkstagspräsident
Erwin Dotzel die Gewinner in Würzburg vorgestellt und ausgezeichnet.
Der Inhalt des Krimis ist aktuell und aus dem Schulalltag ge-holt: Mobbing per Facebook, und das Opfer ist ein autistischer Jugendlicher. Typisch für den "Prix Polar", zum dritten Mal ausgeschrieben vom deutsch-französischen Institut in Erlan-gen, ist die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte des Kurz-Krimis: Schüler verfassen in Französisch den Klappentext für einen Kurz-Krimi. Von den besten Texten der jungen Leute inspiriert, schrieb Maxime Gillio, ein in Frankreich bekannter Autor mit extrem schwarzem Humor, dann den Einstieg in ei-nen Fall, der von den besten Schülergruppen in einem Inter-net-Blog fortgeführt und vom Krimi-Autor "begleitet" wurde.
Und so entsteht ein Kurz-Krimi in drei Fassungen, der bei den Beteiligten, den Schülergruppen aus Aschaffenburg und Bad Kissingen und dem Autor in Frankreich, unterschiedlich endet.
Das Besondere an dem Krimi-Schreiben sei gewesen, so Laura Steiner und Lisa-Marie Janocha, dass man seine Französisch-Kenntnisse zum ersten Mal richtig abrufen und anwenden konnte.
Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel erinnerte in seiner Laudatio auf die Preisträger an den Aufstieg der Detektivgeschichten vom billigen Groschenheft zur längst anerkannten literari-schen Gattung der Kriminal literatur mit viel Psychologie und Milieu-Schilderungen. Jeder kenne inzwischen in Europa die Schauplätze von Sherlock Holmes, Kommissar Maigret oder Kurt Wallander. kfb