Justizsekretärin Stefanie Clement (27) aus Bad Kissingen hat bei der Justizfachwirtsprüfung 2013 in Bayern den ersten Platz belegt. Wunschgemäß habe sie, so Amtsgerichtsdirektorin Helga Twardzik, eine Planstelle beim Amtsgericht Würzburg erhalten, wo sie bereits ihre praktische Ausbildung absolvierte und dort derzeit in der Abteilung für Nachlass- Sachen eingesetzt ist. Justizfachwirt ist, so Amtsgerichtsdirektorin Helga Twardzik, erklärungsbedürftig: Für die Laufbahn der zweiten Qualifikationsebene (früher: mittlerer Justizdienst) kann man sich nur über ein bayernweites Auswahlverfahren qualifizieren, das vom Bayerischen Landespersonalausschuss jährlich durchgeführt wird.

Zweijährige Ausbildung

Daran hatte Stefanie Clement teilgenommen und eine Platzziffer erreicht, die zur Anstellung berechtigte. Der theoretische Abschnitt der zweijährigen Ausbildung erfolgt an der Justizschule Pegnitz, die praktische Ausbildung vor Ort am Amtsgericht und da in verschiedenen Abteilungen. Die Ausbildung zum "Justizfachwirt/in" soll die Anwärter dazu befähigen, ihre künftigen Tätigkeiten in den einzelnen Abteilungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften eigenverantwortlich und bürgerfreundlich zu erfüllen. Es soll sichergestellt werden, dass sich die Anwärter auf veränderte Anforderungen einstellen und vielseitig eingesetzt werden können.

Für die Prüfungsbeste in Bayern gab es bei einer Feier im Ziviljustizzentrum in Würzburg jetzt auch Glückwünsche des Oberlandesgerichtspräsidenten Clemens Lückemann (Bamberg) und unter anderem einen Schoppenfetzer-Krimi aus der Serie des erfolgreichen Würzburger Autors und ehemaligen Justizmitarbeiters Günter Huth.