Seit Jahren sagen Wissenschaftler ländlichen Regionen sinkende Bevölkerungszahlen voraus. Die Hammelburger Bevölkerungsstatistik trotzt jedoch den Prognosen: Die Zahl der Hauptwohnsitze nahm im Jahr 2019 gerade einmal um 25 auf 11 162 ab. Das entspricht einem Minus von 0,2 Prozent. "Wir sind relativ stabil, das ist erfreulich", bewertet Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) diese Zahl.

Ein Minus von acht bis zehn Prozent sei dem Landkreis bis 2030 vorhergesagt worden, die Hammelburger Kernstadt sei aber im vergangenen Jahr sogar um 19 Einwohner gewachsen. "Die Baugebiete im Ofenthaler Weg und am Berliner Platz haben sich gut entwickelt", nennt Warmuth als einen Faktor. Aber auch die Gebäude der Wohnungsbaugenossenschaft mit 28 Wohneinheiten am Friedhof würden gut angenommen.

Nur drei eigene Bauplätze

Warmuth will im gesamten Stadtgebiet "behutsam weitere Baugebiete erschließen". Größtes Projekt sei dabei sicherlich die Nachnutzung der Flächen des heutigen Gymnasiums und der Realschule: Nach dem Umzug in den geplanten Schul-Campus werden dort stadtnah in fünf bis sechs Jahren mehrere Hektar frei. Gleichzeitig läuft bei der Stadt ein Förderprogramm zur Innerortsentwicklung. Allerdings gebe es vor allem ein Problem: "Die Preis-Vorstellungen der Eigentümer sind meistens völlig unrealistisch", berichtet Warmuth.