Hubertus ließ das Jagen sein und wurde zum frommen Mann. Mit einem Wortgottesdienst im Freien, den Irmgard Heinrich hielt, gedachten die Waidleute aus dem Altlandkreis Hammelburg dem heiligen Nothelfer St. Hubertus von Lüttich (655 bis 727). Musikalisch begleitet wurde die Andacht von den Alphornbläsern der Eschenbacher Musikanten.

Der Legende nach erblickte Hubertus auf der Jagd nach einem prächtigen Hirschen ein Kruzifix zwischen den Geweihsprossen. Beeindruckt von diesem Anblick habe er von der Jagd abgelassen. Hubertus gilt noch bis heute als Schutzpatron, und das Geweih mit dem Kreuz dient als Symbol der Jagd.

Die jährliche Drückjagd im Neuwirtshauser Staatsforst konnte sich sehen lassen. 16 Stück Rotwild, vier Rehe und 26 Stück Schwarzwild war die Strecke der erlegten Tiere groß, die stilgerecht von der Bläsergruppe des BJV-Kreisgruppe Hammelburg verblasen wurde. Die Jäger sichteten sogar einen Luchs, der vor der Bejagung geschützt ist. Auch ein Marderhund tauchte im Staatswald auf.

Daniel Zippert, der Leiter des Forstamtes Hammelburg, bedankte sich bei der Familie Scholz, die ihr Anwesen für die Hubertusmesse und Streckenauslegung wieder zur Verfügung gestellt hatte.

Direkten Kontakt mit einem Hirschen hatte Marcus Scholz, der vor etwa fünf Wochen bei Untergeiersnest einen Wildunfall hatte. "Da war ich fassungslos und konnte nicht mehr reagieren, als das Geweih des Zwölfenders immer mehr durch die zerbrochene Windschutzscheibe auf mich zu kam", sagte Scholz zur Zeitung. Nach hinten hätte er nicht mehr ausweichen können. Zum Glück wurde er nicht von dem Geweih aufgespießt. Aber sein Fuß wurde zwischen den Pedalen eingeklemmt. Krankenhausbehandlung, Schmerzen und ein Streckverband bis heute lassen diesen Wildunfall nicht so bald vergessen.

Am Sonntag, 18. November, gibt es eine revierübergreifende Drückjagd im Wald oberhalb von Diebach. Deshalb ist dann ab 9.30 Uhr auf der Staatsstraße ein überwachtes Tempolimit (50 Stundenkilometer) für die Autofahrer geplant.