Der Neubau des Kindergartens in Volkers ist ein zentrales Thema für 2016. Das Ziel sei: "Der Kindergarten darf nicht gefährdet werden, er muss erhalten bleiben", betonte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) in der Bürgerversammlung. Doch wurden für September dieses Jahres nur 19 Kinder für den Volkerser Kindergartens gemeldet. Das sind sieben weniger als im Vorjahr.

Den Volkersern war bereits bekannt, dass ihr Nachwuchs einen neuen, kleineren Kindergarten bekommt. Eine Volkerserin konnte "das nicht nachvollziehen", zumal "in den alten viel investiert wurde".


Von Personal und Eltern gewollt

Die Stadt Bad Brückenau hatte den Renovierungsbedarf für das alte Gebäude ermitteln lassen und festgestellt, dass ein Neubau "nicht viel teurer als die Sanierung" sei, erklärte Meyerdierks. Zusammen mit dem Kindergartenpersonal, den Eltern und dem Elternbeirat habe die Stadt beschlossen, den Kindergarten neu zu bauen. "Die Hauptinitiative ging vom Personal und den Eltern aus", so Meyerdierks. Hinzu komme, dass das Gebäude für einen eingruppigen Kindergarten zu groß sei.
Über die weitere Nutzung des Kindergartenhauses soll in einer Stadtratssitzung im Mai beraten werden. Im Gespräch ist die Feuerwehr. 2017 bekommt sie einen neuen Rüstwagen. Der muss geparkt werden, doch das Gerätehaus ist für den größeren Wagen zu klein. Denkbar ist, dass die Feuerwehr das alte Kindergartengebäude übernimmt.


Parkplätze am Haus Waldenfels

Thomas Kötzner erkundigte sich nach dem Zeitplan. Da der Rüstwagen 2017 zur Verfügung steht, soll der neue Kindergarten im gleichen Jahr bezugsfertig sein. Meyerdierks betonte die Wichtigkeit der Volkerser Wehr. Für den Volkersberg und für Einsätze auf der Autobahn habe diese einen guten Standort.
Besorgte Stimmen kritisierten die Zufahrt, die für Kindergarten und Feuerwehr zu klein sei. Meyerdierks: "Das lasse ich die Planer machen." Das Grundstück am Kindergarten gehört der Stadt, die Grundstücksfrage stellt sich also hier nicht.
Die Parkplatzsituation in Bad Brückenau beschäftigte eine Volkerserin. Wenn das neue Waldenfels-Haus fertig ist, brauche das Personal Parkplätze. "Das ist das nächste, was wir machen müssen", versicherte Meyderdierks. Aus dem Topf der Städtebauförderung rechnet sie mit mindestens 70 Prozent an Zuschüssen. Sie erinnerte an den erfolgreichen Parkplatzneubau an der Obermang und daran, dass für die vergangenen zwei Jahre bereits Stabilisierungshilfen gewährt worden waren. Somit seien für städtebauliche Maßnahmen höhere Fördersätze möglich. Für dieses Jahr sei das Ziel, dass erneut Stabilisierungshilfe gewährt wird.
Auf mehrfache Nachfrage betonte Brigitte Meyerdierks, dass 2016 für Volkers kein Straßenausbau vorgesehen ist. "Auf dem kleinen Dienstweg" werde zusammen mit der Diözese der Schotterweg zwischen dem Kinderdorf und dem Hochseilgarten asphaltiert.
Großen Dank zollte Brigitte Meyerdierks den Volkersern, die das Thema Asylbewerber "ohne große Aufregung" angenommen haben. Nun stünde die Integration an. "Brückenau könnte noch ein paar Bewohner brauchen." Doch nach der Anerkennung ziehen die Ausländer in größere Städte.
Brigitte Meyerdierks zeigte sich aber überzeugt, dass zwar die jungen Leute zur Ausbildung erst mal Brückenau verlassen, aber als junge Familien wiederkommen, profitieren sie doch in Brückenau von billigen Bauplätzen und einer für die Größe der Stadt "außergewöhnlichen Infrastruktur", so Meyerdierks. Die Rhönallianz bezeichnete Brigitte Meyerdierks als "sinnvoll". Nun könnten erste Aktionen gestartet werden. In der Stadt sei dies der Stadtumbau West, und in Volkers sei eine Dorfkerngestaltung von der Linde bis zur alten Schule und dem Feuerwehr-Gerätehaus denkbar, erklärte die Bürgermeisterin.

Volkers in Zahlen
Einwohner
610 Einwohner ha ben in Volkers ihren Hauptwohnsitz (minus 16 gegenüber 2014), 48 ihren Nebenwohnsitz (plus 2). Von den insgesamt 594 Ausländern leben 122 in Volkers. Sechs Geburten wur den 2015 verzeichnet, aber auch sechs Sterbefälle.

Pro-Kopf-Verschuldung 2015 standen die Schulden bei ca. 2740 000 Euro, das sind 425 Euro pro Bürger.