"Alfred Schrenk ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Es ging überraschend schnell", sagte Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) zum Tod seines Amtsvorgängers in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Wildflecken. Zum Gedenken an den Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Wildflecken hielt das Gremium eine Schweigeminute ab. Kleinhenz erinnerte an das große ehrenamtliche Engagement des Verstorbenen und an dessen kommunalpolitisches Wirken in der Region über viele Jahrzehnte hinweg.

Hinsichtlich der Sanierung der Grundschule mit Neubau der Turnhalle ging es anschließend um die Auftragsvergabe für die Fliesenarbeiten. Die Kostenschätzung lag bei rund 100 000 Euro; für 76 200 Euro wurden die Arbeiten an die Firma Oswald aus Fulda vergeben.

Der Bauantrag von Silvia und Michael Kirchner auf Errichtung einer Weidehütte mit Fress-Stand in Oberbach beschäftigte den Gemeinderat. Das Gremium erteilte sein Einvernehmen und befasste sich mit den Beschränkungen zur Nutzung durch das Landratsamt Bad Kissingen. Jochen Wiesner beantragte die Errichtung einer Gaube auf dem Wohnhaus im Treiweg in Oberbach. Die Kommunalpolitiker hatten keine Einwände gegen das Bauvorhaben.

Wassergebühr steigt

Die Gebührenkalkulation für die Wasserversorgung und Entwässerungseinrichtung des Marktes Wildflecken musste turnusmäßig auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Kämmerer Dieter Feller berichtete über die umfangreichen Neuberechnungen. Für die Abwasserentsorgung betrug die Gebühr bislang 2,20 Euro pro Kubikmeter. Dabei wird es auch bleiben. Bei der Wasserversorgung betrug die aktuelle Gebühr 2,21 Euro je Kubikmeter. Diese Gebühr wird aber um 70 Cent auf 2,91 Euro steigen. Hintergrund der Erhöhung sind unter anderem die hohen Investitionen der Kommune in das Wasserleitungsnetz. Zum Beispiel wurde die Wasserversorgung für den kleinsten Ortsteil Oberwildflecken komplett erneuert.

Neues Löschfahrzeug

Von der Freiwilligen Feuerwehr Oberbach lag ein Antrag auf Beschaffung eines mittleren Löschfahrzeugs (MLF) im Jahr 2020 vor. Rund 150 000 Euro wird ein solches Fahrzeug insgesamt kosten. "Wir haben uns schon Gedanken gemacht, welche Geräte wir tatsächlich auf dem Fahrzeug benötigen", erklärte Kommandant und Gemeinderat Christoph Schmitt (PWW). "Wir müssen unterhalb der 7,5 Tonnen bleiben. Aufgrund der Führerscheinproblematik", so Schmitt. Der Marktgemeinderat stimmte dem Antrag zu. Der Kommandant nahm aus rechtlichen Gründen nicht persönlich an der Abstimmung teil. Noch nicht ganz klar ist, wie hoch die Zuschüsse tatsächlich ausfallen werden. Voraussichtlich kommen auf die Gemeinde Kosten von rund 100 000 Euro zu. Kämmerer Dieter Feller berichtete, dass der Kauf eines neuen Löschfahrzeuges für Oberbach bereits in der aktuellen Finanzplanung berücksichtigt worden ist.

Immer mehr Kurierfahrzeuge im Ort

Größere Diskussionen entwickeln sich derzeit im Wildfleckener Ortsbereich über die Zunahme von parkenden Sprinterfahrzeugen, die auf öffentlichen Straßen und Plätzen abgestellt und zudem beladen werden. Einige Kurierfahrer wohnen mittlerweile direkt in Wildflecken, sodass das Aufkommen der Transportfahrzeuge weiter stark zunimmt. Wie der Konflikt mit den betroffenen Anliegern gelöst werden kann, auf die zusätzliche Lärmbelastungen auch in den frühen Morgenstunden zukommt, ist noch nicht klar. Die Gemeinde sieht rein rechtlich keine Handhabe, um die Zunahme der parkenden und rangierenden Kurierdienstfahrzeuge auf öffentlichen Straßen einzudämmen, befürchtet aber spätestens mit Wintereinbruch erhebliche Probleme, da ganze Straßenzüge mittlerweile mit parkenden Kurierfahrzeugen zugeparkt sind. Für den Winterdienst könnten sich größere Behinderungen ergeben.