Die Bücherei in Motten hat gleich zwei Probleme. Die Leser bleiben aus. Und: Die drei Damen, die sich ehrenamtlich um die kleine Lesestube kümmern, müssen aus unterschiedlichen und persönlichen Gründen bis Mitte des Jahres ihre Ämter aufgeben.

Birgit Hanke steht seit circa zehn Jahren jeden ersten und dritten Dienstag in der Bücherei, nimmt ausgeliehene Bücher zurück und stellt zurückgegebene Bücher wieder in die Regale. In den letzten vier Jahren hat die 53-Jährige einen Rückgang der Ausleihzahlen um 75 bis 80 Prozent beobachtet. "Das ganz große Minus ist bei den Kindern zu verzeichnen", erzählt sie. Bei den anderen Altersgruppen sei der Rückgang weniger stark, aber dennoch auffällig.


Etwa 3600 Bücher im Bestand

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 229 Bücher ausgeliehen, 2011 waren es noch 748. Liegt es daran, dass die E-Books auf dem Vormarsch sind oder die Grundschule ihre eigene Leseecke hat? Birgit Hanke und ihre Mit-Bibliothekarinnen wissen es nicht. "Es wäre aber schade, wenn das hier aufgegeben werden müsste." sagt sie. Etwa 3600 Bücher hat die Gemeinde über die Jahre verteilt angeschafft. Es ist alles da: Von Vorlesebüchern bis Heimatromane können alle Altersgruppen ihren Lesestoff finden.

Als mögliche Nachfolger hätten sich bei einem Gemeinderat zwei Personen gemeldet, berichtet Hanke. Aus beruflichen Gründen wäre es ihnen allerdings erst ab 18 Uhr möglich, die Bücherei aufzuschließen. Nun möchte das bisherige Büchereiteam unter der Leserschaft erfragen, ob neue Öffnungszeiten angenommen werden würden.


Feuerwehr bekommt neues Fahrzeug

Des Weiteren beschloss der Gemeinderat einstimmig die Beschaffung eines "Tragkraft-Spritzen-Fahrzeugs Logistik" (TSF-L) für die Mottener Feuerwehr. Kommandant Andreas Möller nannte die Vorteile des TSF-L wie mehr Einsatzmöglichkeiten und mehr Flexibilität. Die Kosten in Höhe von 100.000 bis 120.000 Euro könnten mit 42.000 Euro gefördert werden, ein Antrag geht an die Regierung von Unterfranken.

Die Will-Bräu darf an ihrer Kläranlage einen Anbau errichten lassen. Dieser wird nötig, um dort eine Trocknungspresse für die Klärschlammbehandlung unterzubringen. Das Vorhaben wurde einstimmig befürwortet. Ebenso einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte dafür aus, den Caritasverband auch weiterhin mit 40 Cent pro Einwohner zu unterstützen. Für das laufendende Jahr spendet Motten insgesamt 695,20 Euro.