Karl Raab kam 1927 in Geroda zur Welt, wuchs hier auf und wurde im Zweiten Weltkrieg als junger Mann noch eingezogen. Er kam nach Kriegsgefangenschaft 1948 erst nach Hause zurück. 1956 heiratete er seine Ehefrau Elfriede, das Paar hatte drei Kinder.

In die Kommunalpolitik stieg er 1960 ein, er war Gemeinderat, zwei Amtsperioden lang 2. Bürgermeister und wurde 1984 schließlich zum 1. Bürgermeister gewählt. Das blieb er bis 1996, als er im Alter von 69 Jahren nicht mehr kandidierte.

Verlässlich und anpackend

Karl Raab war ein Mensch, auf den Verlass war, der angepackt hat, wenn er gebraucht wurde, der sich gekümmert hat, wenn ihn jemand um Hilfe bat. Mit leiser, ruhiger Stimme hat er gesprochen, wohlüberlegt seine Worte gewählt. Ein Rhöner. Zurückhaltend zuerst, aufgeschlossen, wenn er mit einem "warm war". Karl Raab war ein bescheidener Mensch: "Wünsche für die Zukunft?" ist zu seinem 85. Geburtstag gefragt worden. "Glück und Gesundheit" hat er geantwortet. Mehr brauche er nicht. Er genoss das Leben in Geroda, inmitten seiner Familie und seiner Rhöner Heimat. Für ihn war das Glück genug.

Der Trauergottesdienst für Karl Raab mit anschließender Beerdigung ist am Freitag, 3. Juli, um 14 Uhr in Geroda.