Ulrike "Uli" Abersfelder beendet ihre Tätigkeit als Jugendbeauftragte in der Marktgemeinde Wildflecken und übernimmt ab August eine neue Stelle am Landratsamt in Bad Kissingen. Bereits in nichtöffentlicher Sitzung hatte sich der Wildfleckener Marktgemeinderat vor einigen Wochen mit diesem Thema befasst. Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW) bedauert, dass dieser Abschied "so schnell und unerwartet" kommt.

Der Markt Wildflecken sei mit der Arbeit von Ulrike Abersfelder sehr zufrieden gewesen. "Ein schmerzlicher Verlust", pflichtet 2. Bürgermeister Wolfgang Illek (CSU/PWG/OWII) bei. "Du hast die Messlatte sehr hoch gelegt. Was uns alle sehr gefreut hat", so Illek bei der Verabschiedung im Marktgemeinderat.

"Alles hat seine Zeit. Und es war eine gute Zeit, die Ulrike Abersfelder in Wildflecken verbracht hat", resümiert Bürgermeister Kleinhenz. Rund viereinhalb Jahre war Ulrike Abersfelder für die kommunale Jugendarbeit in Wildflecken zuständig. "Sorgfältig, freundlich und verlässlich" sei sie stets gewesen, lobt der Rathauschef. Und Ulrike Abersfelder habe viel bewegen können. So mussten in allen drei Ortsteilen ganz neue Räume für die Jugend gefunden werden, was letztlich auch von Erfolg gekrönt war.

Vernetzung und Kooperation

Nach einem Studium der Pädagogik und Wirtschaftswissenschaften in Würzburg war die Bad Brückenauerin noch ziemlich am Anfang ihres beruflichen Werdegangs nach Wildflecken gekommen. "Vernetzung und Kooperation" sollten im Mittelpunkt der Arbeit in Oberbach, Wildflecken und Oberwildflecken stehen. Mit regelmäßigen Treffen wollte Ulrike Abersfelder die kontinuierliche Arbeit mit den Jugendlichen ins Rollen bringen. Abersfelder war parallel auch in der Stadt Bad Brückenau in der kommunalen Jugendarbeit tätig. "Ich habe sehr gerne in Wildflecken gearbeitet", sagt Abersfelder. Aber nun könne sie mit ihrer neuen Aufgabe am Landratsamt ihr Wissen aus dem Studium noch besser anwenden und einbringen.

Glasfaserausbau

Der Glasfaserausbau für schnelles Internet im Markt Wildflecken soll weiter voranschreiten. Einen Ausbau plant das neue Unternehmen "GlasfaserPlus", ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des australischen Investors IFM Global Infrastructure Fund.

In Wildflecken geht es zunächst um 1503 Haushalte, die direkt ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen. Für die Hauseigentümer soll das Verlegen des Hausanschlusses kostenfrei bleiben, sie müssten dafür im Gegenzug aber einen Glasfasertarif abschließen und sich innerhalb der vorgesehenen Ausbauphase im kommenden Jahr für den Glasfaser-Hausanschluss entscheiden.

Das Glasfaserkabel wird vorrangig in den Gehsteigen verlegt und von dort aus - wenn der Eigentümer zustimmt - durch das Privatgrundstück bis in die Häuser geführt. Auf die Marktgemeinde kommen keine Kosten zu. "GlasfaserPlus" will den Ausbau innerhalb eines Jahres realisieren. Ein Entschluss der Gemeinde zu diesem Vorhaben noch nicht gefasst.

Ausstellung für Freizeitfahrzeuge

Larry Clayton will im Gewerbegebiet "Rote Brücke" eine Ausstellungshalle mit großzügigem Außengelände für Freizeitfahrzeuge, unter anderem Wohnmobile, Geländefahrzeuge und Trucks, errichten. Werkstattbetrieb oder Montage ist an dieser Stelle aber nicht vorgesehen. Der Gemeinderat stimmte der Bauvoranfrage zu. Oliver Masso (CSU/PWG/OWII) beurteilte das Bauvorhaben als positiv. Das Thema Campingfahrzeuge passe sehr gut ins touristische Konzept der Gemeinde. Das Labor Rosler will das bestehende medizinische Labor am weißen Haus in Wildflecken baulich erweitern. Eine entsprechende Bauvoranfrage wurde einstimmig bewilligt. Aus dem großen Projekt der Städtebauförderung steigt die Gemeinde Wildflecken vorerst aus. Das Förderprogramm zur Revitalisierung der Ortskerne bei Sanierungen von leerstehenden Häusern ist davon aber unberührt und läuft unverändert weiter.