Warum etwas austauschen, wenn es sich bewährt hat? Das war die einmütige Meinung in der Mitgliederversammlung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Reiterswiesen im Vereinshaus Krone. Einstimmig wurde der Vorsitzende Armin Deubert von den anwesenden 33 wahlberechtigten Mitgliedern in seinem Amt bestätigt.

Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Reinhard Kiesel. Der weitere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Jürgen Kiesel (Schriftführer), Hans-Peter Schuster (Kassenwart), Johannes Piekarski (Schießwart), William Wigstrom (Reservistenbetreuer), Maria Werner, Elfi Schneider, Carmen Ziebell, Hermann Kiesel und Hubert Warmuth (Beisitzer). Als Kassenprüfer wurden Nicole Sauer und Uta Piekarski bestimmt. Das Amt des Fahnenträgers übernimmt, wie gehabt, Hubert Warmuth, die Fahnenbegleiter werden Harald Werner und Volker Mock sein.

Mehr Unterstützung forderte Vorsitzender Armin Deubert von den Vereinsmitgliedern ein. Sei es bei der Begleitung zu Festen anderer Kameradschaften oder bei der Sammlung für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. "Den Gefallenen Namen zu geben, ein würdiges Andenken zu geben und dem Vergessen zu entreißen und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen - nie wieder Krieg!" Deshalb sei die Sammlung für die Kriegsgräber ein wichtiges Anliegen des Vereines. Es wurden durch die Sammlungen vielen tausend Kameraden ihre Namen und ihre Würde zurückgegeben.

"Reiterswiesen ist groß. Wir konnten mit den vier Sammlern nicht ganz Reiterswiesen abdecken und dennoch konnten unser Sammelergebnis zum Vorjahr um 300 auf 800 Euro erhöhen. Es ist wichtig, dass wir uns weiterhin an der Sammlung beteiligen", so Armin Deubert. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Volksbund Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge betreut, die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge unterstützt und die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten fördert.

"Im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen erfüllt der Volksbund seine Aufgabe in Europa und Nordafrika. Er betreut heute 833 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,7 Millionen Kriegstoten. Seit 1991 richtete der Volksbund 331 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 188 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder her oder legte sie neu an. 883 059 Kriegstote wurden auf 83 Kriegsgräberstätten umgebettet", so der Vereinsvorsitzende. Deshalb sei die Unterstützung der Kriegsgräberfürsorge so wichtig.

Deubert dankte den Sammlern Maria Werner, Manfred Kissner, Reinhard Kiesel und Günter Fichte für ihren Einsatz.

Schießsport ist das zweite Standbein des Vereines, wie die Auflistung der sportlichen Erfolge der Schützen bei den unterschiedlichsten Wettkämpfen durch den Schießwart, Johannes Piekarski, zeigte.

Neben den üblichen Regularien wurden auch langjährige Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Geehrt wurden mit der Ehrennadel des Bayerischen Soldatenbundes (BSB): Manfred Kissner (40 Jahre), Günter Fichte, Adolf Kiesel, Albert Kiesel, Jürgen Kiesel, Reinhard Kiesel, Jürgen Seidl, Harald Werner (30 Jahre), Arno Röder Armin Deubert (25 Jahre), Christian Schießer und Klaus Kiesel (10 Jahre).

Eine besondere Ehre wurde Hermann Kiesel zuteil. Er wurde mit dem Porzellan-Löwen des BSB ausgezeichnet. 34 Jahre war er stellvertretender Vorsitzender, seit neun Jahren Beisitzer und steht sogar trotz seiner 80 Jahre weiterhin dem Verein zur Verfügung. "Ich bin ein Mensch, der immer etwas Gutes tun will. Was ich mache, tue ich gern für den Verein. Es ist eine sehr gute Anerkennung für mein ehrenamtliches Engagement, über die ich mich riesig freue", sagte Hermann Kiesel sichtlich gerührt, über die unerwartete Ehrung. Schier unendlich lang war die Aufzählung - von der Organisation von Festen bis zum Stammtisch - in der Vereinsvorsitzender Deubert die Leistung von Hermann Kiesel aufzählte. "Lieber Hermann - alles was wir dir heute überreichen können, ist eigentlich nichts im Verhältnis zu dem, was du leistest", so Deubert bei der Laudatio.