Einkaufszentrum

Das Aischpark-Center in Höchstadt wurde verkauft

Eigentümerwechsel nach vier Monaten: Die Bamberger Investoren haben das Fachmarktzentrum an einen französischen Vermögensverwalter verkauft.
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Das Aischpark-Center in Höchstadt   Foto: Christian Bauriedel
Das Aischpark-Center in Höchstadt Foto: Christian Bauriedel

Das Aischpark-Center in Höchstadt hat den Eigentümer gewechselt. Der Immobilieninvestor Arndt Zauritz und dieKlappan-Gruppeaus Bamberg, die das Fachmarktzentrum im Kieferndorfer Weg als Joint-Venture entwickelt haben, haben das Objekt verkauft.

Neuer Eigentümer des im Oktober eröffneten Aischpark-Centers ist das global agierende UnternehmenAEW Invest. Das bestätigt Arndt Zauritz auf Anfrage des Fränkischen Tags.

Ein konkreter Verkaufspreis ist nicht bekannt. Zauritz nennt die bekannten 50 Millionen Euro, die der Bau des Aischpark-Centers gekostet hat. Der Verkauf habe verschiedene Gründe, so Zauritz. Man sei schon länger in Verhandlungen gewesen. Es habe aber mitnichten an Zweifeln am Erfolg des Aischpark-Centers gelegen. Er sei nach wie vor von der regionalen Strahlkraft des Einkaufszentrums überzeugt.

Zauritz lässt gar Bedauern für den Verkauf durchschimmern: "Wir werden uns mit Sicherheit noch in den Hintern beißen, dass wir das gemacht haben." Eigentlich habe man das Aischpark-Center "für den Eigenbestand behalten" wollen, sagt Zauritz, betont aber, dass mit Klappan ja noch ein Partner mit im Boot sitzt, den es zu berücksichtigen gilt.

Globale Investment-Firma

Beim Käufer AEW Invest handelt es sich um einen global agierenden Vermögensverwalter. Hauptsitz ist Paris. Die Deutschlandniederlassung liegt in Düsseldorf. Zauritz ist von der Seriösität des Investors absolut überzeugt: "Das ist quasi die französische Sparkasse".

AEW Invest ist Teil der Natixis Bankengruppe, die Investmentbank der französischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Mit weltweiten Immobiliendeals finanziere die Bank in Frankreich den Rentenfonds. Das, so Zauritz, sei auch der Grund, warum der neue Eigentümer an langfristigen Investments interessiert sei. "Wir haben explizit darauf geachtet, dass es jemand kauft, der es nicht sofort weiter verkauft. Das ist kein windiger Fonds", so Zauritz.

Bedenken, dass das Aischpark-Center mit dem neuen Eigentümer in Schieflage geraten könnte, zerstreut Zauritz. "Der Käufer hat es langfristig eingestellt." Parallelen zu anderen Fällen wie dem leerstehenden Atrium in Bamberg sehe er nicht. Das Atrium sei damals an einen spekulativen Fonds verkauft worden, der es "ausgemolken" habe. Das sei aufgrund der öffentlich-rechtlichen Struktur bei AEW nicht zu erwarten. Dort sei man "nicht gewinnmaximierend orientiert", sondern an Nachhaltigkeit der Geschäfte interessiert. AEW sei zudem bereits seit längerem Eigentümer mehrerer Shopping-Malls im Raum Nürnberg.

"Wir sind ortsnahe Investoren und wollen unseren guten Ruf schließlich nicht aufs Spiel setzen", nennt Zauritz einen weiteren Grund für die Beständigkeit des Deals. Zauritz lobt explizit die Kooperation und das Durchhaltevermögen der Stadt Höchstadt. Sieben Jahre sei man dort von den ersten Plänen bis zur Realisierung des Aischpark-Centers am Ball geblieben.

Und Zauritz wird Höchstadt nicht den Rücken kehren. Er habe noch das Hotel-Projekt "in der Pipeline". Nicht unweit des Aischpark-Centers soll ein Hotel der eigenen Kette "Center-Hotels" entstehen. Man arbeite mit Tatkraft an dem Bauvorhaben. Ein Grundstück habe man bereits erworben.



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