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Spiele-Tipp

Das neue Spiel des Jahres: Warum "Cascadia" ein wahres Wohlfühlspiel ist

Das "Spiel des Jahres" steht fest: Das Legespiel "Cascadia" hat sich den begehrten Titel gesichert - und passt mit seiner Thematik sogar zu einer aktuellen Debatte. Wir stellen das beste Spiel 2022 sowie auch das Kennerspiel des Jahres, das Kinderspiel des Jahres und weitere nominierte Spiele vor.
Randy Flynn und sein Spiel Cascadia
Das Plättchenlegespiel Cascadia des Autors Randy Flynn ist zum "Spiel des Jahres 2022" gewählt worden. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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  • Spiel des Jahres 2022 steht fest: "Cascadia" ist das beste Gesellschaftsspiel
  • Kennerspiel des Jahres 2022: "Living Forest"
  • Kinderspiel des Jahres 2022: "Zauberberg"
  • Die Nominierten: Spiele-Empfehlungen

Das Spiel des Jahres 2022 steht fest: "Cascadia" ist das beste Gesellschaftsspiel dieses Jahres. Kinderspiel des Jahres ist "Der Zauberberg", zum Kennerspiel des Jahres wurde "Living Forest" gekürt. Das Spiel des Jahres wird bereits seit 40 Jahren vom gleichnamigen Verein verliehen, wofür sich die Kritiker-Jury jährlich den Spielemarkt mit all seinen Neuerscheinungen vorknöpft. In diesem Jahr steht bei den Gewinner-Spielen besonders der Umwelt-Aspekt im Fokus. Wir stellen die Sieger und weitere empfehlenswerte nominierte Spiele vor.

Spiel des Jahres 2022 gekürtzt: "Cascadia" ist Gewinner - Wohlfühlspiel mit Umweltbezug

Cascadia* ist Spiel des Jahres 2022: Das Plättchenlegespiel des Autors Randy Flynn wurde von der Kritiker-Jury zum besten Spiel des Jahres gewählt. Und das zurecht, denn "Cascadia" ist nicht nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib für die ganze Familie, sondern auch "ein wahres Wohlfühlspiel".

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Das Spiel ist ansprechend gestaltet und dreht sich um die Tier- und Pflanzenwelt der Region Cascadia, die sich entlang der Westküste Nordamerikas erstreckt. Der US-amerikanische Autor Randy Flynn entwickelte seine Idee zum Spiel auf einer Wanderung durch das Gebiet, in dem er bereits seit 30 Jahren lebt. Mit dem Spiel, bei der der Umweltbezug im Vordergrund steht, reiht sich "Cascadia" in DAS dominante Thema unserer Zeit ein: Umweltschutz und die Kostbarkeit der Natur mit ihrer unversehrten Flora und Fauna.

In "Cascadia" geht es darum, ein Biotop mit den darin vorkommenden Landschaften und Tieren zu arrangieren. Dabei sei das Spiel eher klassisch und die Spielzüge "immer belohnend", so die Spiel des Jahres-Jury. Das Spiel ist für alle ab zehn Jahren und für ein bis vier Spieler*innen geeignet - die Solo-Spielvariante ermöglicht auch ein alleiniges Spiel.  

Kennerspiel des Jahres 2022: "Living Forest" - spielend gegen Umweltzerstörung

Kennerspiel des Jahres 2022 ist Living Forest* des dänischen Autors Aske Christiansen. Der Titel "Kennerspiel des Jahres" wird an Spiele verliehen, die erfahrenere Spieler*innen ansprechen.

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Bei "Living Forest" geht es ganz konkret um Umweltzerstörung: Im Fokus des Spiels stehen Naturgeister in einem mystischen Wald. Die Spieler*innen führen ein Wettrennen um zwölf Punkte, die in insgesamt drei Disziplinen erreicht werden können. Auf dem Weg zum Sieg müssen unter anderem brennende Bäume gelöscht werden. Aus diesem Grund müssen die Spieler*innen in Teilen zusammenarbeiten, um die Gefahr zu bannen und den Wald wieder aufzuforsten. Durch das Sammeln magischer Lotusblüten soll der heilige Hain zudem wieder seine alte Kraft erlangen. Da die Spieler*innen sich auch gegenseitig Punkte wegschnappen können, ist das Spiel interaktiv und so bis zum Schluss sehr spannend.

Der Autor Christiansen betont, wie wichtig ihm der Umwelt-Aspekt seines Spiels ist: "Ich hoffe, dass wir unseren Umgang mit der Natur ändern werden. Dass wir nicht nur mit ihr spielen, sondern sie auch respektieren". "Living Forest" eignet sich für zwei bis vier Personen ab zehn Jahren.

Kinderspiel des Jahres 2022: "Zauberberg" - kooperatives Spiel mit interaktiven Elementen

Zum Kinderspiel des Jahres 2022 wurde Zauberberg* des Autoren-Teams Jens-Peter Schliemann und Bernhard Weber gekürt. 

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Beim Spiel "Zauberberg" sind die Spieler*innen Zauberlehrlinge, die allesamt zum Zauberer Balduin wollen, der sie gerufen hat. Mithilfe der Irrlicht-Kugeln gelangen die Lehrlinge jedoch über den Kugelbahn-Weg den Zauberberg nach unten. Der Nachteil: Die Irrlichter sind nicht zu kontrollieren, machen, was sie wollen und rollen so entweder nach links oder rechts. Und dann gibt es da noch die Hexen, die ebenfalls zu Zauberer Balduin wollen und sich auch bewegen, wenn eine Irrlicht-Kugel auf sie trifft.

"Zauberberg" ist ein kooperatives Spiel, das Kinder in seinen Bann zieht -  aber auch alleine kann das Spiel gespielt werden. Die Jury hebt vor allem den interaktiven Murmel-Mechanismus hervor, der für Kinder besonders attraktiv ist und sie das Spiel immer wieder spielen lässt. Das Spiel ist für ein bis vier Spieler*innen ab fünf Jahren geeignet.

Spiel des Jahres 2022: Die Nominierten - auch diese Spiele sind echte Empfehlungen

Um den Titel "Spiel des Jahres" konkurrieren jährlich viele sehr gute Spiele mit innovativen Ideen, toller Gestaltung und bemerkenswerten Konzepten. Wir stellen dir die weiteren Nominierten zum Spiel des Jahres 2022 aus den Kategorien "Spiel des Jahres", "Kennerspiel des Jahres" sowie "Kinderspiel des Jahres" vor.

Spiel des Jahres 2022: "Scout" und "Top Ten"

Scout* von Kei Kajino dreht sich um eine bunte Zirkuswelt, in der die Spieler*innen Talentsucher*innen sind, die Artist*innen aus den Ensembles der Mitspieler*innen abwerben (englisch: "to scout") wollen. Bei dem Spiel handelt es sich um ein Kartenspiel, das einer simplen Spielmechanik folgt und daher schon für Kinder ab neun Jahren geeignet ist. Die Jury hat eine klare Meinung: "Das in seiner Einfachheit unscheinbar wirkende Spielprinzip entfaltet schnell einen Sog, der die Gruppe nach dem letzten Akt nach weiteren Zugaben rufen lässt."

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Das zweite nominierte Spiel Top Ten* ist ein echtes Party-Spiel. Hierbei geht es in erster Linie um extrem abwegige Überlegungen wie etwa "Welchen Nutzen hat eine goldbeschlagene Grillzange bei einem Schiffsunglück?" Im Voraus werden geheime Zahlenkarten mit Zahlen von eins bis zehn verteilt, die den Spieler*innen die Wichtigkeit ihrer Überlegungen vorgeben. Die Person, die an der Reihe ist, muss dann diese Überlegungen in der Nützlichkeits-Skala richtig einordnen.

Die Jury beschreibt "Top Ten" als "garantierter Spielspaß", der die Kreativität der Spieler*innen auf die Spitze treibt. Das Spiel eignet sich für vier bis neun Spieler*innen ab zwölf Jahren.

Kennerspiel des Jahres 2022: "Cryptid" und "Dune: Imperium"

Cryptid* dreht sich um die Wissenschaft der Kryptozoologie - also um die Erforschung von mystischen Wesen wie dem Yeti oder dem Monster von Loch Ness. In Teams begeben sich die Spieler*innen auf die Suche nach den mysteriösen Fabelwesen, wobei die Zusammenarbeit zwischen den Spieler*innen eine besonders große Rolle einnimmt. Die anderen Spieler*innen müssen geschickt nach den Aufenthaltsorten der Wesen befragt werden, ohne jedoch selbst zu viele Informationen preiszugeben - das erfordert Klugheit und Scharfsinn. Geeignet ist das Spiel für drei bis fünf Spieler*innen ab zwölf Jahren (Angabe des Verlags: ab 14 Jahren).

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Das zweite nominierte Spiel entführt uns in andere Welten: Dune: Imperium* ist angelehnt an die Romanreihe von Frank Herbert sowie die Kinoverfilmung von Denis Villeneuve. Schauplatz ist der Wüstenplanet Arrakis. Dort geht es nicht nur um das wertvolle Spice, sondern um die effiziente Nutzung der knappen Wasserressourcen sowie die Einflussnahme bei den vorherrschenden Fraktionen. 

Die Jury lobt die strategische Tiefe und die spannenden Konflikte des Spiels. Zudem sei es hochdynamisch, konstant spannend und die Spieldauer sei angenehm. Das Spiel eignent sich für drei bis vier Spieler*innen (laut Verlag ein bis vier Spieler*innen) ab dreizehn Jahren.

Kinderspiel des Jahres 2022: "Auch schon clever" und "Mit Quacks & Co. nach Quedlinburg"

In Auch schon clever* wird Kindergeburtstag gefeiert: Dafür benötigen die Spieler*innen Ballons, Geschenke und vieles mehr. Diese Dinge müssen erwürfelt werden, alles, was die Spieler*innen bereits haben, wird auf ihren Zetteln durchgestrichen. Dieses Spiel ist die Kinder-Version von Ganz schön clever* und eignet sich für zwei bis vier Spieler*innen ab sechs Jahren (Angabe des Verlags: ab fünf Jahren).

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Mit Quacks & Co. nach Quedlinburg* dreht sich um ein tierisches Wettrennen zwischen Esel Quacks und seinen Freunden. Angelehnt an Die Quacksalber von Quedlinburg* (Kennerspiel des Jahres 2018) werden auch bei der Kinder-Version Plättchen aus einem Beutel gezogen. Diese stehen für Obst und Gemüse und für spezielle Sondereffekte. Um zuerst das Ziel zu erreichen, sind sowohl Glück als auch strategisches Denken notwendig.

Der Jury zufolge zieht das Spiel Kinder sofort in seinen Bann und wächst mit den Fähigkeiten der Spieler*innen. So kommen die besten Eigenschaften des Spiels dann zum Vorschein, wenn "die Köpfe richtig qualmen".

Mit Material der dpa.

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