• Nürnberg: Autozulieferer Leoni setzen hohe Preise und Kriegsfolgen zu
  • Auch Lieferengpässe weiter ein Problem 
  • "Keine Zweifel gelassen": Unternehmen blickt sorgenvoll auf restliches Jahr 
  • "Leoni bekennt sich zur Ukraine": Firma bekomme von Kunden "viel Anerkennung"

Der Nürnberger Autozulieferer Leoni hat mit den aktuellen Problemen in Weltpolitik und am Weltmarkt zu kämpfen. Das geht aus der Vorstellung der ersten Quartalsbilanz des fränkischen Unternehmens hervor. Die Prognosefähigkeit sei außerdem weiter "stark beeinträchtigt", heißt es. 

"Rasant steigende Preise": Autozulieferer Leoni aus Nürnberg mit düsterer Bilanz

"Die rasant steigenden Preise für Energie und Rohstoffe, die hartnäckigen Engpässe in den globalen Lieferketten und ein Krieg mitten in Europa: Das 1. Quartal hat keine Zweifel gelassen, dass 2022 erneut ein sehr forderndes Jahr für die Automobilindustrie ist und sein wird", wird Vorstandsvorsitzender Aldo Kamper zitiert. Das spiegle sich auch in den Zahlen wider.

In diesem Umfeld werde es nun "umso wichtiger sein, die Entwicklung der Margen im Fokus zu behalten". Leoni wolle sich dieser Herausforderung stellen, "wie wir etwa am flexiblen Management der Folgen des Krieges in der Ukraine beweisen, für das wir von unseren Kunden viel Anerkennung erfahren", so Kamper weiter. Leoni bekenne sich zur Ukraine: Man habe die Fertigung in der Westukraine nach Kriegsausbruch zügig wiederaufgenommen, die Fertigungsquoten näherten sich mittlerweile dem Vorkriegsniveau.

Der Konzernumsatz liege im ersten Quartal 2022 mit 1,262 Millionen Euro 6,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das liege aber vor allem am Teilverkauf der "Wire & Cable Solutions Division" im vergangenen Jahr. Dafür habe sich die Liquidität und das Eigenkapital des Nürnberger Unternehmens verbessert.