Eine Mühlkoppe treibt mit dem Bauch nach oben durch die Lauter, daneben sind zwei tote Forellen auf Grund gelaufen. Aus noch ungeklärten Gründen sind in der Nacht zum Freitag schätzungsweise 100 Fische verendet, wie die Polizei Bad Staffelstein mitteilte. Ob es sich um einen natürlichen Auslöser, etwa Blaualgen, oder einen menschlichen Eingriff handelt, ist noch ungeklärt.

Am Freitag gegen 10 Uhr sei die Polizei verständigt worden, sagte Polizeihauptkommissar Gerald Storath, der Leiter der Polizeistation Bad Staffelstein. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, seien "einige der toten Fische bereits starr, andere noch flexibel" gewesen. Deshalb schließe man darauf, dass die Tiere in einem Zeitraum zwischen Mitternacht und Freitagmorgen gegen 9 Uhr verendet sind.

Vor Ort nahmen die Beamten Gewässerproben.
Die etwa 100 toten Forellen und Mühlkoppen wurden sichergestellt und werden nun von Experten toxikologisch untersucht. "Weil das Gewässer schnell fließt, glaube ich, dass wir eher in den Fischen Anhaltspunkte auf den Grund fürs Sterben finden", meinte Storath. Noch sei völlig unklar, wie es zu dem Unglück kam.


Eintrag über einen Gully?

Wenn ein giftiger Stoff in das Gewässer eingeleitet worden sei, dann vermutlich über einen der Gullys des Edeka-Parkplatzes an der Bamberger Straße, sagte Storath. Ein Rohr sammle wohl das Regenwasser der Gullys auf dem Parkplatz und leite es oberhalb des Gasthofs "Grüner Baum" in die Lauter. Die Vergiftungssymptome in der Lauter hätten 200 Meter flussabwärts, in Richtung der Angerstraße, nachgelassen. Den entstandenen Schaden - vom Leiden der Tiere abgesehen - schätzt die Polizei auf 500 Euro. Die Fische und Proben wurden an ein Labor gesandt, dessen Untersuchungsergebnis nun abgewartet werde.