So eine Alarmierung bedeutet Großalarm: Am Sonntag gegen 9 Uhr erreichte die Einsatzzentrale die Meldung, dass ein Feuer in einer Biogasanlage in Buch am Forst ausgebrochen ist. Feuer, Gas - und meist auch noch landwirtschaftliche Gebäude in der Nähe: "Da lassen wir lieber ein paar Wehren zu viel anrücken, als dass wir vor Ort dann feststellen, es reicht nicht", sagt Kreisbrandrat Timm Vogler. Etwa 15 Wehren aus dem Kreis Lichtenfels und, weil Buch am Forst an der Landkreisgrenze zu Coburg liegt, auch aus dem Coburger Raum, rückten aus.
Vor Ort hatten sie die Situation schnell unter Kontrolle. "Als wir ankamen, war der Haupthahn mit der Gasversorgung schon geschlossen", nennt Vogler einen der wichtigsten Punkte. Weil die Stromversorgung im Technikhaus zusammengebrochen sei, habe die automatische Umschaltung auf eine Ablassfackel nicht funktioniert.
Doch das bedeutet keine unmittelbare Gefahr: "Wenn die Biogas-Zuleitung zu den Maschinen unterbrochen ist, gibt es immer noch einen Puffer in den Gärtanks."
Anders als etwa in anderen Landkreisen wird in Lichtenfels bei so einem Fall das Technische Hilfswerk (THW) mit alarmiert. "Der THW-Zug aus Wolfsdorf unter der Leitung von Johannes Stich hat die Aufgabe, eine Notstromversorgung zu errichten, sofort übernommen und gleich in den Griff bekommen." Nachdem die Wehren den Brand gegen 10.30 Uhr gelöscht hatten, nahm das THW die Ablassfackel in Betrieb.
Verletzt wurde niemand, der Schaden dürfte aber beträchtlich sein. In dem Technikgebäude standen zwei Stromerzeuger, die jeweils einen Wert von 250 000 Euro haben - ob sie zu retten sind, ist noch nicht klar. Die Polizei geht momentan von einem Schaden von 250 000 Euro aus. Unglücksursache ist vermutlich ein technischer Defekt gewesen.