Ein beeindruckendes Bild bot sich am Samstagnachmittag auf dem Kronacher Marktplatz. Vor ihren Fahrzeugen nahmen dort - Seite an Seite - die Kommandanten und deren Stellvertreter der Feuerwehren aus dem Kronacher Stadtgebiet Aufstellung. Geschlossenheit und Zusammenhalt demonstriert auch ihre neue einheitliche Schutzkleidung, die an diesem Tag durch Kronachs Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) offiziell übergeben wurde.

Übergabe verschoben

"Die Investition ist die eine Seite. Der kleinere Teil. Den weitaus größten Teil leistet Ihr mit eurem Ehrenamt", würdigte die Bürgermeisterin die Leistungen "ihrer" 13 Feuerwehren im Stadtgebiet. Wie sie ausführte, hätte der schöne Anlass, sprich die offizielle Übergabe, bereits im April stattfinden sollen, was sich aber coronabedingt verzögerte.

Für die Auswahl und intensive Vorbereitung der mit insgesamt 375 000 Euro zu Buche schlagenden Anschaffung zeichnete ein Arbeitsteam verantwortlich. Diesem gehörten Hauptamtsleiter Stefan Wicklein, die Sachbearbeiterin Feuerwehr bei der Stadt Kronach, Dorothea Biesenecker, und Nicole Kramp sowie Vertreter der jeweiligen Wehren an. Gemeinsam habe man sich Gedanken gemacht, wie die neue Ausstattung aussehen könnte, die - wie auch die bisherigen Modelle - hoffentlich wieder 20 Jahre Bestand haben sollte.

Die hohe Investition habe eine europaweite Ausschreibung erforderlich gemacht. "Umso erfreulicher ist es, dass mit der Firma Ludwig ein Ausstatter aus Oberfranken zum Zuge gekommen ist", meinte die Bürgermeisterin.

480 Anzüge

Insgesamt handelt es sich bei dem Kauf um 480 Schutzanzüge, davon 160 für Atemschutz-Geräteträger, deren Schutzkleidung sich etwas von der ihrer Kameraden unterscheidet. Die Entscheidung über die Anschaffung wurde noch vom vorherigen Stadtrat getroffen. "Diese Investition ist gut angelegt", stellte Hofmann fest, dass die Feuerwehren damit für die Zukunft bestens ausgerüstet seien und sicher arbeiten könnten.

Janik Weigel von der Firma Ludwig Feuerschutz dankte für den Großauftrag. Eine Bestellung in einer solchen Größenordnung durch eine Stadt sei keinesfalls alltäglich, versicherte er. Mit den Modellen sowie insbesondere auch der Farbe Sand habe man eine gute Wahl getroffen.

Dem konnte sich der federführende Kommandant der Feuerwehr Kronach, Christian Büttner, nur anschließen. Die helle Farbe habe man gewählt, um dadurch besser erkennbar zu sein. Sein Dank galt dem Kronacher Stadtrat für die Anerkennung der Notwendigkeit und die hohe Investition. Leider könne die geplante Großübung aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden. Sie werde aber im kommenden Jahr nachgeholt.

Die neuen Anzüge

Modelle: Die Kostenzusammensetzung erläuterte Stefan Wicklein. Die Schutzanzüge für Atemschutz schlagen mit 1000 Euro pro Person, die THL-Anzüge mit 650 Euro zu Buche. Es handelt sich dabei um die Modelle "Fire Flex" und "THL" des Herstellers Rosenbauer in der Farbe Sand.

Barcode: Mit dem einheitlichen Erscheinungsbild wolle man auch Geschlossenheit demonstrieren. Gleichzeitig findet sich auf den Rücken der individuelle Aufdruck der jeweiligen Feuerwehr im Stadtgebiet. Versehen sind die Anzüge auch mit einem Namensschild des Feuerwehrdienstleistenden. Alle Schutzanzüge tragen einen Barcode zur Eingabe in die Datenbank der Kleiderkammer. Dank der Erfassung wird nach einer bestimmten Anzahl an Wäschen zum richtigen Zeitpunkt eine Neu-Imprägnierung durchgeführt.