Auf ein sehr lautes Rattern, "Rrrrrrt", sei ein bodenerschütternder Knall gefolgt. "Ich dacht', uns ist jemand ins Haus gerauscht", schildert ein Anwohner den Zeitpunkt des Unfalls, der gestern gegen 12.40 Uhr im Wilhelmsthaler Ortsteil Effelter passiert ist. Ein junger Mann kam von der Ortsdurchfahrt (St 2200) ab, beschädigte zwei Gebäude und wurde verletzt - vermutlich leicht bis mittelschwer. Sein BMW mit Kronacher Kennzeichen hat Totalschaden.

Zu schnell unterwegs?

Tatsächlich war der Fahrer nicht in das Haus des Zeugen, sondern in die Ecke eines Gebäudes auf der anderen Straßenseite - links an der Ortsdurchfahrt Effelter in Richtung Tschirn - geknallt. Zuvor hatte er eine Scheune auf derselben Straßenseite gestreift. Dabei brachen diverse Holzlatten aus der Wand.
Deshalb das laute Rattern vor dem Knall.

Ein anderer Zeuge hat den Vorgang nicht nur gehört, sondern mit angesehen. Er weist die Ortsdurchfahrt Richtung Wilhelmsthal hinunter. "Von dort hinten kam er angerast. Viel zu schnell. Ich wusste direkt, die Kurve packt er nicht", sagt der Mann. Die Polizei will sich zu der Unfallursache vor Ort nicht äußern, bestätigt wird nichts. Dass der Fahrer allerdings einen plötzlichen Schock oder gar einen Herzinfarkt erlitten haben könnte, hielten die Beamten für unwahrscheinlich. Der Anfang-20-jährige Fahrer habe nach seiner Befreiung aus dem Auto einen einen grundsätzlich fitten Eindruck gemacht.

Abgesehen von den Blessuren durch den Aufprall. Bei dem Unfall brach sich der junge Mann nach ersten Erkenntnissen vermutlich einen Fuß. Sonst blieb er wohl weitgehend unverletzt. Sein Fahrzeug war vollkommen ramponiert, verzogen und kaum noch als Mittelklasse-BMW zu erkennen. Die Feuerwehr musste den Fahrer mit einer hydraulischen Schere aus dem Wrack schneiden. "Der Junge hat Glück gehabt", kommentiert einer der Anwohner, die aus ihren Häusern gekommen sind. Den entstandenen Schaden konnten die Beamten nicht schätzen. Neben Polizei und Rettungsdienst waren Wehren der Region im Einsatz. Die Feuerwehr regelte während der Aufräumarbeiten auch den Verkehr. Die St 2200 war gegen 14 Uhr wieder freigegeben.