Eine enorme Leistung schaffte beim "Stadtradeln" das "Team Pommersfelden", dem sich Radler aus der ganzen Gemeinde angeschlossen hatten. Die sportlichen Pommersfeldener holten sich den fünften Platz von 127 Teams aus dem gesamten Landkreis Bamberg.

Laut Ergebnisbericht der Organisatoren fuhren die 59 Teilnehmer aus Pommersfelden insgesamt 20 683 Kilometer. Dafür hatten sie vom 15. Juni bis 5. Juli Zeit. "Spitzenreiter" war Harald Brendel aus Steppach. Der im Team "Buffenharry" genannte Radler erradelte in den drei Wochen der Kampagne 1682,2 Kilometer. Als ältester Teilnehmer trat der 72-jährige Wilhelm Stumpf in die Pedale. 501 Kilometer und damit ebenso viel wie seine Frau Anita legte er auf dem Sattel zurück. Jüngster Teilnehmer war der vierjährige Erik Altmann aus dem Pommersfeldener Ortsteil Schweinbach.

Zum Abschluss des Wettbewerbs trafen sich die Radfahrer aus Pommersfelden am Schloss Weissenstein. Gemeinsam wurde die letzte Strecke zum Café Kellerhaus oberhalb von Pommersfelden zurückgelegt. Bürgermeister Gerd Dallner (FWGS) dankte seinen sportlichen Gemeindebürgern und gab jedem Teilnehmer ein Getränk aus. Dallner selbst hatte sich in der dreiwöchigen Kampagne bemüht, möglichst viele Strecken innerhalb der Gemeinde mit dem Fahrrad zurückzulegen. 112 Kilometer an "Dienstwegen" ins Rathaus, in die Baugebiete und Ortsteile kamen so zusammen. Im Landkreis-Ergebnis werden auch die "radl-fleißigsten" Gemeinderäte besonders hervorgehoben. Sechs radfahrende Mitglieder des Pommersfeldener Gemeindeparlaments konnten beim Abschluss gezählt werden, den Bürgermeister eingerechnet sogar sieben. "Mehr Radwege täten unserer Gemeinde sehr gut", stellte am Ende des Wettbewerbs Bürgermeister Dallner - nun aus eigener Erfahrung - fest. Es sei jedoch nicht immer einfach, solche Wege an Landkreis- und Bezirksgrenzen, vor allem aber entlang von Staatsstraßen durchzusetzen.

"Stadtradeln" ist eine deutschlandweit stattfindende Kampagne des Netzwerks Klimabündnis mit dem Ziel, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Um auf die Bedürfnisse der Radfahrer aufmerksam zu machen, richtet sich das Stadtradeln besonders an die Kommunalpolitiker als den Entscheidungsträgern, wenn es um die Infrastruktur vor Ort geht.

Evi Seeger