Das sind gute Nachrichten, die Kämmerer Michael Weigand präsentierte: Seit Ende Juni ist die Gemeinde schuldenfrei, hieß es bei der Vorberatung des Haushalts 2022 bei der Gemeinderatssitzung.

Der Verwaltungshaushalt beläuft sich in Einnahmen und Ausgaben auf jeweils 2.231.980 Euro. Somit steigt der Verwaltungshaushalt gegenüber dem Vorjahr um 172.149 Euro, also rund 8,36 Prozent. Der Vermögenshaushalt weist in Einnahmen und Ausgaben 1.404.320 Euro aus und vermindert sich um 59.890 Euro.

Im Verwaltungshaushalt ergeben sich größere Veränderungen wie der Ansatz für den Leitungsbonus an den Kindergarten, der erhöht sich in 2022 von bisher 12.000 auf 29.380 Euro. Die Zuschüsse für den Kindergarten Thundorf erhöhen sich von 159.820 auf 182.350 Euro. Für die Weiterleitung der staatlichen Förderung an den Kindergarten Thundorf und auswärtige Kindergärten sind an Einnahmen und Ausgaben 198.890 Euro, statt bisher 167.600 Euro, veranschlagt.

30.000 Euro für Straßen

Für den laufenden allgemeinen Straßenunterhalt sowie Asphaltierungsarbeiten erhöht sich der Betrag auf insgesamt 30.000 Euro (für Sinkkästen, Straßenreparaturen). Mehreinnahmen gibt es bei der Einkommensteuerbeteiligung von 644.000 Euro. Mehr Geld wird bei der Verwaltungsumlage an die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach ausgegeben: 200.190 Euro. Die Personalkosten im Bauhof steigen um 8520 Euro auf 206.640 Euro. Die Kreisumlage steigt um 18.900 Euro auf 792.670 Euro.

Als Zuführung an den Vermögenshaushalt können nach diesem Entwurf 136.860 Euro (Vorjahr 17.750) erwirtschaftet werden. Erforderlich wäre ein Mindestbetrag in der Höhe der ordentlichen Tilgung mit rund 6.250 Euro. Daraus errechnet sich eine freie Finanzspanne in Höhe von 267.110 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt zum 30. Juni 2021 bei rund 6,15 Euro. In der Haushaltssatzung 2022 ist für die Finanzierung der Investitionen eine Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage in Höhe von 393.050 Euro erforderlich. Der Bestand der allgemeinen Rücklage würde sich somit zum Ende des laufenden Haushaltsjahres auf 654.288,50 Euro verringern. Die Mindestrücklage beläuft sich auf 19.932 Euro. Die Verschuldung der Gemeinde würde sich unter Berücksichtigung der regulären Tilgung von 6250 Euro zum Ende des Haushaltsjahres 2022 auf null Euro verringern. Thundorf ist somit seit dem 30. Juni schuldenfrei.

Ja zum Plan

Für das Finanzplanungsjahr 2023 wird nach derzeitigem Stand der Planungen mit einer Zuführung an die allgemeine Rücklage in Höhe von 329.650 Euro und im Jahr 2024 in Höhe von 392.000 Euro gerechnet. Der Gemeinderat beschließt, den Haushalt 2022 in der vorliegenden Form samt Anlagen zu genehmigen und die Haushaltssatzung zu erlassen. mib