Michael Busch Die Kommentare in Facebook sind eindeutig. Laura Tiekmann schreibt: "Genauso nervig wie der Müll sind die rücksichtslosen Parker, die sich auch gerne ins Halteverbot zwischen Valentino und Forsthaus halb auf die Straße stellen." Und Daniel Dürrbeck schreibt: "Nicht immer nur mit Abschleppen drohen, auch mal machen."

Zugeparkte Straßen

Auf der Seite "Mein Dechsendorf" wird heftig diskutiert. Denn was des einen Freud', ist bekanntlicherweise des anderen Leid. Die einen frönen dem Badegenuss im Dechsendorfer Weiher, sie genießen die Liegewiesen, sie unterstützen die Gastronomie vor Ort. Die anderen leiden unter zugeparkten Wegen, viel Verkehr in dem Erlanger Ortsteil, der oft der Parkplatzsuche geschuldet ist, und der zunehmenden Vermüllung. Der technische Leiter des DLRG-Ortsverbandes, Christian Nitsche, bringt es auf den Punkt: "Auf der einen Seite sehr schön, dass an unserem Weiher mal wieder richtig was los ist. Auf der anderen Seite tun mir die Anwohner leid, die von rücksichtslosen Parkern genötigt werden."

Die ehrenamtlichen Helfer der DLRG sind immer wieder sprachlos, wenn sie sehen, wie dreist so mancher Besucher das neue Einsatzgebäude in der Naturbadstraße zuparken. Auf diese Sicherheitsfrage geht auch die Stadt Erlangen in ihrem Rathausreport ein. "Das kommende Wochenende verspricht wieder bestes Sommerwetter", startet die Nachricht an die Bürger. "Deshalb appellieren die Verantwortlichen der Stadt an alle Bürger, die bekannten Abstands- und Hygieneregeln anlässlich der Corona-Pandemie weiterhin einzuhalten." Der Dechsendorfer Weiher als beliebtes Naherholungsgebiet erfreue sich in den letzten Wochen eines lange nicht mehr da gewesenen Zuspruchs. Sollte das Gelände rund um den "Dechsi" bereits gut frequentiert sein, bittet die Stadt darum, von einem Besuch abzusehen. Einen Hinweis gibt es zur Parksituation: "Zumal besonders in der Naturbadstraße durch wildes Parken außerhalb gekennzeichneter Flächen teilweise kein Durchkommen mehr war.

Mehr oder weniger Parkplätze?

Die Stadt weist darauf hin, dass ordnungswidrig parkende Autos gegebenenfalls abgeschleppt werden. Im Notfall stellen Falschparker ein gravierendes Problem für Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr oder Rettungsdienst dar." Unverständnis herrscht bei den Dechsendorfern. Denn an der Straße Richtung Möhrendorf gibt es genügend Parkplätze. Nachteil: Der Freizeithungrige muss unter Umständen bis zu 15 Minuten laufen, um sich ins kühle Nass zu stürzen. Das sei offensichtlich manchem zu viel.

Reaktionen in der Stadt? Dort wird diskutiert, den innerörtlicheren Parkplatz kleiner zu gestalten, um die Autofahrer auf die andere Seite zu bringen. Die Anwohner befürchten allerdings, dass dies die Situation im Dorf aber eher verschärfen wird, weil die Ortsstraßen entsprechend zugeparkt werden könnten. Das sei aber auch jetzt schon der Fall.