von unserem Redaktionsmitglied 
Hendrik Steffens

Kronach — Wer kritisieren kann, der muss auch loben können. So wie Hans Müller, der sich beschwert hatte: Dass nicht ausreichende Beschilderung Irrfahrten von Schwerlastverkehr in die Obere Stadt begünstigen würde (wir berichteten). Nachdem das städtische Ordnungsamt am Dienstag zwei zusätzliche Warnschilder für Lkw installiert hat, freut sich Müller: "Schön, dass jetzt reagiert worden ist."
Einer der Hauptkritikpunkte Müllers - der in der Oberen Stadt wohnt und sich immer wieder über Irrfahrten von automobilen Dickschiffen ärgern musste - war ein leicht zu übersehendes Warnschild zwischen Christuskirche und Buchhandlung Lesezeichen (Strauer Straße). Die Situation wurde verbessert durch zwei provisorisch aufgestellte Schilder auf beiden Seiten der Strauer Straße. Sie warnen fast unübersehbar den Schwerlastverkehr, der aus der Andreas-Limmer-Straße herankommt, geradeaus zu fahren.
Abgesehen von Bussen, die weiter zur Festung durchfahren dürfen, werden Fahrzeuge über 2,4 Metern Höhe zum Abbiegen angehalten und auf die Höhenbeschränkung in 350 Metern hingewiesen. Hans Müller freut sich über die Maßnahme und hofft, dass sie wirkt.
Dieter Krapp, Leiter des zuständigen Ordnungsamts, meinte, man habe die Situation, die durch die Baustelle an der Südbrücke verschärft worden sei, schon einige Zeit beobachtet. Zwischenzeitlich habe es den Anschein gemacht, dass weniger Schwerlaster irrtümlicherweise in die Obere Stadt gefahren seien, und man habe deshalb nicht früher reagiert.

Ziel: weniger Schilder

Er erinnerte auch daran, dass Bayerns Verkehrsminister Jo achim Herrmann 2014 mit der Aktion "Licht in den Schilderwald" gefordert hatte, Verkehrsschilder auf das Nötigste zu reduzieren. "Und wir müssen immer auch darauf achten, unser schönes Stadtbild nicht zu beeinträchtigen", gab Krapp zu bedenken. Ein Hinweisschild, wie es sich Müller gewünscht hätte, das bereits ab der Stöhrstraße eine Beschränkung für Schwerlastverkehr ausweist, sei hingegen problematisch und deshalb nicht geplant. Über die Kaulanger- und die Andreas-Limmer-Straße sei Schwerlastverkehr schließlich erlaubt und wichtig für den Lieferverkehr.